Grüne zu Endgeräten für Schüler
Digitaler Unterricht braucht Konzept

Münster -

Auch die Grünen haben sich jetzt in der Diskussion um digitale Endgeräte für Schüler eingeschaltet. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Christoph Kattentidt sieht die Stadt nicht in der Pflicht, iPads für alle Schüler anzuschaffen.

Dienstag, 19.01.2021, 09:00 Uhr
Im Gegensatz etwa zu den Fraktionen von CDU und FDP, sind die münsterischen Grünen nicht dafür, dass die Stadt allen Schülern für den Distanzunterricht ein iPad zur Verfügung stellt.
Im Gegensatz etwa zu den Fraktionen von CDU und FDP, sind die münsterischen Grünen nicht dafür, dass die Stadt allen Schülern für den Distanzunterricht ein iPad zur Verfügung stellt. Foto: K. Schmitt / imago-images

In die Debatte um die Anschaffung digitaler Endgeräte für alle Schüler haben sich nun auch die Grünen eingeschaltet. Natürlich sei es wichtig, dass alle Kinder mit einem Endgerät am Distanzunterricht teilnehmen könnten. Das sei aber momentan gewährleistet, betont Christoph Kattentidt , Fraktionsvorsitzender der Grünen.

Alle Schülerinnen und Schüler, die kein Endgerät haben, erhielten ein Leihgerät. Der jetzt aktuelle digitale Distanzunterricht funktioniere auch mit gewöhnlichen Laptops, betont Kattentidt, der der Ansicht ist, dass es nicht Aufgabe der Stadt sein könne, nun für alle Schüler Münsters iPads anzuschaffen. Eine solche Maßnahme würde den Haushalt mit 18 bis 20 Millionen Euro belasten. Digitaler Unterricht bedeute auch viel mehr, als ein Endgerät bereitzustellen. Schulen, die ihre Schülerschaft komplett ausstatten, brauchen ein Unterrichtskonzept für die Nutzung der Geräte – nicht nur für den Fernunterricht. Und die pädagogische Nutzung digitaler Endgeräte müsse immer durch die Initiative einzelner Schulen mit Inhalt gefüllt werden.

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