Schwere Infektionen
Corona-Überlebende aus Münster berichten

Münster -

Die meisten Corona-Infektionen verlaufen zum Glück harmlos, nicht bei Sven von Basum (47) und Raphaela Stern (66). Sie haben auf der Intensivstation des Clemens-Hospitals mit Mühe überlebt – und sind Monate später immer noch nicht gesund. [mit Video] Von Karin Völker
Freitag, 12.02.2021, 19:10 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.02.2021, 19:10 Uhr
Rahaela Stern (rundes Bild l.) und Sven von Basum (rundes Bild r.) haben ihre Covid-Erkrankung überlebt.
Raphaela Stern (rundes Bild oben) und Sven von Basum haben ihre Covid-Erkrankung überlebt. Foto: dpa/Matthias Ahlke
Es war an den Weihnachtstagen, als es Sven von Basum mit der Angst zu tun bekam. Aus seinem Zimmer auf der Intensivstation des Clemenshos­pitals konnte er über den Rand der Beatmungsmaske auf seinem Gesicht sehen, wie Betten auf dem Flur immer schneller hin und hergefahren wurden, Ärzte und Pflegekräfte redeten über neue Virusmutationen, neben ihm im Bett, „eine alte Dame, die intubiert wurde, und der es gar nicht gut ging.“ Jetzt, Anfang Februar, spricht der 47 Jahre alte Leiter einer Kita in Münster schon gelassen von diesen schlimmsten Tagen seiner Infektion mit dem Corona-Virus. Die vier Stockwerke hoch in den großen Besprechungsraum im Clemenshospital schafft er noch nicht zu Fuß, die Puste reicht noch nicht. Wenn er seine Maske zur Seite schiebt, sieht man auf seinem Gesicht immer noch den Abdruck der Atemmaske. Von Basum runzelt die Stirn: „Das war schon krass, nicht selbst zu atmen, sondern beatmet zu werden.“ Silvester konnte auf er auf eine normale Station umziehen. Als er am 9. Januar nach Hause entlassen wurde, hatte er 13 Kilo abgenommen.
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