Kochstudio im Haus der Familie wird zum Filmstudio
An die Messer, fertig – „Cut“

Münster -

In Zeiten des Corona-Lockdowns haben manche das Kochen für sich (wieder-)entdeckt. Das Haus der Familie bietet für diese Leidenschaft normalerweise beste Rahmenbedingungen vor Ort. Doch die Verantwortlichen haben aus der Not eine Tugend gemacht – und das Koch- in ein gleichzeitiges Filmstudio verwandelt.

Mittwoch, 03.03.2021, 10:00 Uhr
Im Kochstudio wird in Lockdown-Zeiten nicht nur fleißig geschnibbelt, gerührt und gerollt, sondern auch gedreht. Die virtuellen Kochkurse erfreuen sich großer Beliebtheit
Im Kochstudio wird in Lockdown-Zeiten nicht nur fleißig geschnibbelt, gerührt und gerollt, sondern auch gedreht. Die virtuellen Kochkurse erfreuen sich großer Beliebtheit Foto: Haus der Familie Münster

Im Haus der Familie haben Kursleiter und pädagogische Fachkräfte inzwischen in allen Bereichen Routine mit der digitalen Kursarbeit. Gerne haben sie sich den neuen Herausforderungen gestellt und bringen ihre Bildungsangebote auch als Kameraleute und Regisseure, über Chats, digitale Sprechstunden und Meetings auf den heimischen Bildschirm.

So weht zurzeit im Bildungsforum laut Mitteilung „ein Hauch von Hollywood“, wenn in den Büros, Kurs- und Arbeitsräumen mit Filmmaterial, -technik und -zubehör gearbeitet wird.

Private Küchen werden zu Mitmachzentren

Im 2019 umgebauten Kochstudio sind sonst in fünf großzügigen Kochnischen bis zu 16 Teilnehmer gemeinsam unterwegs. Jetzt wird das Kochstudio zum Filmstudio, der Speise- zum Regieraum. Private Küchen werden zu Mitmachzentren, wenn die Kursteilnehmer sich unter anderem per Videokonferenz zu den Kursen, Seminaren oder Vorträgen hinzuschalten.

Nicole Shigo kocht im Lockdown regelmäßig für ihre fünfköpfige Familie und ist angetan vom Angebot zu den virtuellen Seminaren und Kochkursen. „Ich bevorzuge schnelle, kleine Gerichte, die ich gegebenenfalls für unsere Familie anpassen kann, und freue mich über die vielen praktischen Tipps während des Kochens“, so Shigo. „Meine Lieben bekommen dann regelmäßig neue Speisen und Lebensmittel zum Probieren. Dann kann ich wieder drei bis vier Wochen experimentieren, danach hole ich mir wieder Tipps zu einem anderen Schwerpunkt. Wenn der Kurs zu Ende ist, ist auch gleich die Zeit für das Abendessen oder die Zwischenmahlzeit. Durch die gute Vorbereitung gibt es im Nachhinein nicht sehr viel aufzuräumen.“

Auch die Nachbarschaft rollt schon den Reis

Kursteilnehmerin Franziska Niester

Franziska Niester haben die Sushi- und Gyozakurse gut gefallen: „In kurzer Zeit sehr viele Varianten und Geschmacksunterschiede, wie ich es mir vorher nicht gedacht hatte. Jetzt gibt es ein Mal pro Woche die unterschiedlichsten Versionen, und auch die Nachbarschaft rollt schon den Reis.“

Sebastian Herder möchte wissen: „Was bedeutet Apeel bei der Behandlung von Zitrusfrüchten? Und kann man die Schalen waschen, abreiben und verzehren?“ Nachdem die Kursleitung das verständlich erklärt und die Regie eine Zusammenfassung in den Chat geschrieben hat, geht es weiter mit den nächsten Rezepten.

Die Online-Angebote sind auch für Familien, Eltern und kleinere Kinder eine andere Art der Freizeitgestaltung, bei Koch- und Backkursen gibt es anschließend für alle etwas zu probieren und zum Sattwerden. Das Team im Haus der Familie ist sich sicher: Die digitalen Angebote werden die Präsenzkurse auf Dauer sinnvoll ergänzen- doch ganz sicher nicht ganz ersetzen.

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