Corona-Lage in Münster
119 Neuinfektionen und ein weiterer Todesfall

Münster -

Seit Samstag hat es in Münster 119 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Ihnen stehen 100 Gesundmeldungen gegenüber. Auch einen weiteren Todesfall meldete die Stadt am Montag. 

Montag, 19.04.2021, 13:00 Uhr
Corona-Lage in Münster: 119 Neuinfektionen und ein weiterer Todesfall
119 Corona-Neuinfektionen wurden Samstag, Sonntag und Montag in Münster insgesamt bestätigt. Foto: dpa (Symbolbild)

Am Montag hat die Stadt Münster einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. "Ein Mann ist im Alter von 75 Jahren an Covid-19 im Uniklinikum gestorben", heißt es in einer Mitteilung. Seit Beginn der Pandemie sind damit 110 Münsteranerinnen und Münsteraner an oder mit Corona gestorben. Am Sonntag hatte es ein Gedenken an die Corona-Toten gegeben.

Am Wochenende wurden in Münster insgesamt 119 Neuinfektionen sowie 100 Gesundmeldungen bestätigt. Sie verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Wochentage:

  • Samstag (17. April): 51 Neuinfektionen und 26 Gesundmeldungen,
  • Sonntag (18. April): 33 Neuinfektionen und 35 Gesundmeldungen,
  • Montag (19. April): 35 Neuinfektionen und 39 Gesundmeldungen.

Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie 7119 Corona-Infektionen bestätigt. 6449 Menschen sind nach Angaben der Stadt mittlerweile wieder genesen. Aktuell sind 560 Münsteranerinnen und Münsteraner nachweislich infiziert. Am Freitag waren es 542.

Inzidenz liegt bei 99,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Münster liegt laut Landeszentrum Gesundheit am Montag bei 99,9. Am Sonntag lag sie bei 96,1, am Samstag bei 100,9. Seit dem heutigen Montag gilt jedoch die Notbremse - so ist zum Beispiel das Einkaufen in zahlreichen Geschäften nur noch mit tagesaktuellem, negativen Corona-Test möglich .

Weitere Infos

Eine Übersicht der Stellen für eine kostenfreie Corona-Testung unter   https://www.muenster.de/corona_testungen.html

Die Stadt Münster hat eine interaktive Karte mit den Standorten kostenfreier Corona-Testungen eingestellt, die dauerhaft aktualisiert wird:
https://geo.stadt-muenster.de/coronatests/

Klärung von Einzelfallentscheidungen zu Corona-Schutzimpfungen unter  https://www.muenster.de/corona_einzelfall.html

Die jeweils aktuelle 7-Tages-Inzidenz auf der Seite des Landeszentrums Gesundheit NRW unter  https://www.lzg.nrw.de/covid19/daten/laborbest_faelle_sars-cov-2.pdf

Weitergehende Informationen zum Impfzentrum erhalten Sie in unseren FAQ unter  www.muenster.de/corona_impfung

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In den Krankenhäusern in Münster werden derzeit 43 Covid-19-Patienten behandelt, 17 davon auf Intensivstationen. Zwölf Menschen müssen nach Angaben der Stadt künstlich beatmet werden. Bislang sind in Münster 85.000 Menschen mindestens erstgeimpft worden, davon rund 12.300 in ärztlichen Praxen.

Maßnahmen der Corona-Notbremse

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  • Einschränkungen bei Inzidenz über 100

    Die bundesweite Corona-Notbremse sieht bei hohen Infektionszahlen Einschränkungen zur Kontaktreduzierung vor. 

    Der Bundestag hat am Mittwoch (21. April) den Änderungen im Bevölkerungsschutz zugestimmt, dann hat die Änderung des Infektionsschutzgesetzes mit der Bundes-Notbremse am Donnerstag (22. April) auch den Bundesrat passiert. In der Länderkammer wurde am Donnerstag kein Antrag zur Anrufung des Vermittlungsausschusses gestellt. Damit konnte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Gesetz unterzeichnen, das die folgenden Maßnahmen vorsieht:

    Foto: diverse
  • Ausgangsbeschränkungen

    Wenn die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen 100 Neuinfektionen überschreitet, sollen ab dem übernächsten Tag künftig folgende Maßnahmen gelten: 

    Zwischen 22 und 5 Uhr darf die Wohnung bzw. Grundstück nicht verlassen werden; Ausnahmen gibt es in Notfällen, für Betreuungsaufgaben, und berufliche Tätigkeiten etc. Joggen und Spaziergänge sollen bis Mitternacht erlaubt sein - allerdings nur alleine. Ursprünglich war von einer Sperre ab 21 Uhr die Rede gewesen. 

    Foto: diverse
  • Kontaktbeschränkungen im privaten Raum

    Kontakt ist nur zwischen einem Haushalt und max. einer weiteren Person (Kinder unter 14 Jahren des eigenen Haushalts zählen nicht mit) gestattet; bei Trauerfeiern bis zu 15 Personen erlaubt.

    Foto: diverse
  • Shoppen mit Test und Termin

    Im Einzelhandel soll nur das Abholen bestellter Waren (Click & Collect) bei hohen Infektionszahlen weiterhin möglich sein Demnach dürften Ladeninhaber Kunden bei einer Inzidenz über 100 nur noch empfangen, wenn diese einen negativen Corona-Test vorlegen und einen Termin gebucht haben.

    Steigt der Wert über 150, wäre nur noch das Abholen bestellter Waren (Click & Collect) erlaubt. Für Lebensmitteleinzelhandel, Apotheken und Drogerien gelten diese Einschränkungen nach wie vor nicht.

    Foto: Sven Hoppe / dpa
  • Arbeitgeber müssen Tests ermöglichen

    Arbeitgeber müssen zwei Corona-Tests pro Woche bereitstellen.

    Bietet der Arbeitgeber Home Office an, sollen die Arbeitnehmer nach Angaben aus Fraktionskreisen verpflichtet werden, dieses Angebot auch anzunehmen

    Foto: diverse
  • Zoos und Kulturelle Einrichtungen

    Theater, Bühnen, Kinos (außer Autokinos), Museen, zoologische und botanische Gärten etc. schließen.

    Neu seit dem 19. April: Die Außenbereiche von Zoos und botanischen Gärten sollen für Besucher mit aktuellem Negativ-Test offen bleiben.

    Foto: Friso Gentsch / dpa
  • Individualsport nur zu zweit - Kinder in Gruppen

    Nur Individualsport zu zweit oder mit Angehörigen des Hausstandes ist erlaubt, Ausnahmen gelten für Profi- und Leistungssport. Für Kinder im Alter bis 14 Jahren soll Sport in Gruppen weiter möglich sein.

    Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa
  • Friseure und andere körpernahe Dienstleistungen

    Dienstleistungen zu medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken sind erlaubt; Friseurbetriebe bleiben geöffnet, Masken mit FFP2-Niveau sind Pflicht. 

    Foto: Arne Dedert / dpa
  • Kein Tourismus

    Übernachtungen zu touristischen Zwecken sind verboten.

    Foto: Daniel Reinhardt / dpa
  • Schulen müssen früher schließen

    Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht müssen zweimal pro Woche getestet werden. Distanzunterricht ab einem Inzidenzwert von 165 verpflichtend. Im ursprünglichen Gesetzentwurf war hier ein Schwellenwert von 200 genannt worden. Vielen Experten war das zu hoch. 

    Foto: Philipp von Ditfurth / dpa
  • Freizeiteinrichtungen schließen

    Schwimmbäder, Diskotheken, Indoor-Spielplätze und ähnliche müssen schließen.

    Foto: diverse
  • FFP-2-Masken werden Pflicht in Bus und Bahn

    Im Personennah- und Fernverkehr wird nur die Hälfte regulärer Passagierkapazität angestrebt, Masken mit FFP2-Niveau
    sind Pflicht. 

    Foto: Georg Hochmuth / dpa
  • Außerhaus-Verkauf weiter erlaubt

    Restaurants und öffentliche Kantinen schließen, Abholung und Auslieferung sind weiter erlaubt (zwischen 22 und 5 Uhr nur Auslieferung, wegen der Ausgangssperre)

    Foto: Marcus Brandt / dpa
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