Schlossplatzfreunde zeigen Gesicht
Unterschriften für „Keine Rolle rückwärts“

Münster -

Je näher der Bürgerentscheid am 16. September rückt, desto mehr Münsteraner und Freunde der Stadt bekennen sich namentlich gegen eine Rückbenennung des Schlossplatzes nach Hindenburg. Der Arbeitskreis „Keine Rolle rückwärts“ bereitet den Wahlaufruf vor, „um öffentlich Gesicht in einer bunten Liste zu zeigen“, so Sprecher Franz Josef Jakobi in einer Pressemitteilung.

Mittwoch, 29.08.2012, 11:08 Uhr

Ruprecht Polenz
Der Bundestagsabgeordnete Ruprecht Polenz (CDU) engagiert sich gegen die Rückbenennung des Schlossplatzes. Foto: Oliver Wener

Menschen aus allen Gesellschaftskreisen unterzeichnen den Aufruf, auch so prominente wie der frühere Oberbürgermeister und Regierungspräsident Jörg Twenhöven , Polizeipräsident Hubert Wimber oder der frühere Präsident der Oberfinanzdirektion, Jürgen Him­stedt.

Aus dem Wirtschaftsleben haben Matthias Lückertz, Wolfgang Hölker und Bernd Rolfes unterschrieben, ebenso Hermann Brück, Heiko Winkler oder Winfried Wortmann. Einer der ersten war der älteste Mitzeichner: der 92-jährige Bankier Ludwig Poullain, einst Gründer der WestLB und Präsident des Deutschen Sparkassenverbandes. Auch Susanne Schulze Bockeloh, die Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, ist dabei.

Der Biomedizinforscher Hans Schöler vom münsterischen Max-Planck-Institut spricht sich ebenso gegen eine „Rolle rückwärts“ aus wie die aus Münster stammenden Museumsdirektoren Kaspar König und Klaus Bußmann, ohne die es Münsters Skulpturenausstellung nicht gäbe. Preußen-Präsident Marco de Angelis, Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura und „AaSeerenaden“-Intendant Peter von Wienhardt plädieren für Schlossplatz .

Diese Wahl findet auch der Gastwirt Norbert Ackermann richtig. Die Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz (CDU), Christoph Strässer (SPD) und Maria Klein-Schmeink (Grüne) haben sich ebenso eingetragen wie die früheren CDU-Kommunalpolitiker Paul Hüffer und Werner Stolz oder der ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete Winfried Nachtwei.

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