Auswirkungen des Orkantiefs im Norden
„Sabine“ knickte Bäume um

Münster-NorD -

Auch wenn „Sabine“ mit Tempo 120 über Münsters Norden hinwegfegte, sind die Folgen des Orkans in Kinderhaus, Coerde und Sprakel relativ glimpflich ausgefallen. Menschen kamen – nach Kenntnis der Polizei – nicht zu Schaden.

Montag, 10.02.2020, 18:54 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 19:04 Uhr
An der Schlüppe in Sprakel kippte ein Baum auf diese oberirdisch geführte Telefonleitung.
An der Schlüppe in Sprakel kippte ein Baum auf diese oberirdisch geführte Telefonleitung. Foto: Katrin Jünemann

Ein größerer Sachschaden entstand im Norden – nach dem jetzigen Stand der Informationen – nur am Horstmarer Landweg 84. Am Montagmorgen gegen 7.20 Uhr deckten die stürmischen Böen am Albertus-Magnus-Familienwohnheim einen Großteil des Flachdachs ab. Die Feuerwehr war schnell am Einsatzort und konnte die Gefahrenstelle sichern.

In Coerde kippte an der Königsberger Straße ein Baum um, fast kerzengerade an einem Mehrfamilienhaus vorbei auf eine Wiese, wo er keinen Schaden anrichten konnte. An der Schlüppe in Sprakel fiel ein Baum auf eine oberirdische Telefonleitung.

Astbruch nach Orkan Kinderhaus Schleife

Astbruch nach Orkan Kinderhaus Schleife Foto: Peter Sauer

Am Dortmund-Ems-Kanal versperrte ein schräger Baum, der jeden Augenblick umzustürzen drohte, die sichere Durchfahrt am Rügenufer. Polizei und Feuerwehr sorgten gegen 10 Uhr dafür, dass bald wieder freie Fahrt herrschte. Auch in der Schleife in Kinderhaus gab es reichlich Astbruch auf Rad- und Fußwegen.

Die Mitarbeiter der Biologischen Stationen in den Rieselfeldern schwärmten am Montag trotz Regen und Gewitter aus, um genau zu erkunden, wo vielleicht Schaden entstanden sein könnte. Ergebnisse sollen im Laufe des Dienstags vorliegen, so eine Sprecherin der Station auf Nachfrage dieser Zeitung. Die Heckrinder hätten sich jedenfalls rechtzeitig unter einem stabilen Unterstand in Sicherheit gebracht.

Trotz der Sturmwarnung fand die Müllabfuhr in den Montagsrevieren planmäßig statt. Offenbar waren auch viele Bürger der Empfehlung der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster gefolgt und stellten ihren Müll erst Montagmorgen ab 7 Uhr an die Straße. Nur vereinzelt gab es gelbe Säcke, die sich selbstständig machten. Sie mussten von den Müllmännern wieder aus Sträuchern oder von der Straße geholt werden.

Mitarbeiter des Amtes für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit sind noch unterwegs und kontrollieren Grünflächen, Wege und Wälder.

Baum-Fall in Coerde

Baum-Fall in Coerde Foto: Peter Sauer

Am Schulzentrum Kinderhaus fand man am Montag keinen einzigen Schüler. Alle waren der Empfehlung gefolgt, zuhause zu bleiben. Es oblag den Eltern, ob sie nicht doch noch ihr Kind vorbeischickten. Nach Rückfrage bei Clemens Krause, Leiter der Geschwister-Scholl-Realschule, waren aber alle Lehrer am Montag da. Nach der sturmbedingten Pause wird am Dienstag der Unterrichtsbetrieb wieder aufgenommen.

In Sprakel waren die Mitglieder der KIG Sprakel am Montag damit beschäftigt, die letzten Spuren des Karnevals wieder zu beseitigen. „Es war schon schade, dass die Zeltparty wegen des Orkans nicht stattfinden konnte“, sagte Karnevalist Andreas Laserich auf Nachfrage, „aber es war auch schön, das einige Anwohner nach dem Umzug ihre privaten Party-Keller wieder öffneten, wo die Karnevalssause nach dem Umzug dann munter weiterging“.

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