Pläne für den Bau einen Schweinemaststall in der Hohen Ward
Anwohner laufen bereits Sturm

Münster-Hiltrup -

Ein Bauvorhaben in der Hohen Ward sorgt für Unruhe. Bettina Brenke läuft regelrecht Sturm gegen die Pläne eines Nachbarn, einen Schweinemaststall für 1500 Tiere zu errichten.

Samstag, 06.02.2021, 17:30 Uhr
In unmittelbarer Nachbarschaft der ehemaligen Hofstelle Watermann sowie einer beliebten Erholungsstrecke „Am Waldfriedhof“ soll möglicherweise ein großer Scheinemaststall errichtet werden.
In unmittelbarer Nachbarschaft der ehemaligen Hofstelle Watermann sowie einer beliebten Erholungsstrecke „Am Waldfriedhof“ soll möglicherweise ein großer Scheinemaststall errichtet werden. Foto: gro

Ein Bauvorhaben in der Hohen Ward sorgt für Unruhe. Bettina Brenke läuft regelrecht Sturm gegen die Pläne eines Nachbarn, einen Schweinemaststall für 1500 Tiere zu errichten. Ein entsprechender Bauantrag ist nach Informationen unserer Zeitung im vergangenen Sommer beim Bauamt der Stadt Münster eingegangen.

Der geplante Standort liegt direkt neben der ehemaligen Hofstelle Watermann und damit direkt an einer beliebten Lauf- und Wanderstrecke, die von Besuchern der Hohen Ward gerne genutzt wird.

"Stall darf nicht gebaut werden"

„Das ist ein schöner Rundweg, der von vielen Bewohnern des Emmerbachtals täglich genutzt wird“, sagt Bettina Brenke und fügt entschlossen hinzu: „Am liebsten würde ich das gesamte Emmerbachtal mobilisieren. Der Schweinemaststall darf nicht gebaut werden.“

Die Hiltruperin argumentiert nicht nur mit der Funktion der Hohen Ward als Naherholungsgebiet. Für sie ist es schlichtweg nicht mehr zeitgemäß, weitere Mastställe zu errichten.

Klimaschutz ist zu einer Existenzfrage geworden. 

Bettina Brenke

Sie verweist auf den Klimawandel, dessen Folgen sie ganz persönlich auch an ihrer Hofstelle feststellen muss. Die Fichten und selbst heimische Linden leiden in niederschlagsarmen Sommern unter Wassermangel und beginnen zu sterben.

„Der Klimawandel ist längst da“, erklärt sie. „Klimaschutz ist zu einer Existenzfrage geworden. Wir können nicht mehr so weitermachen wie bisher.“ Es sei für sie unverständlich, wenn in dieser Zeit weitere Schweinemastställe genehmigt würden. Hinzu komme, dass der Standort in einem Landschaftsschutzgebiet gelegen sei.

Bereits im vergangenen Herbst habe sie sich an die grüne Ratsfraktion gewandt. Weil dort der zuständige Mitarbeiter in Rente gegangen sei, sei die Sache liegen geblieben. Nun setzt sie auf die Unterstützung des grünen Bezirksbürgermeisters Wilfried Stein und der Bewohner im Emmerbachtal – weil es um Klimaschutz und den Erhalt einer beliebten Erholungsstrecke gehe.

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