MS-West
Logis für Pferde und Fahrer

Montag, 16.07.2007, 19:07 Uhr

Münster-Coerde. Auf dem Weg von Le Boulleaume bei Paris nach Dänemark legte der französische Vierspännerfahrer Gilles Arriat eine Pause auf dem Hof Bergmann ein. Ziel des Franzosen mit seinen sechs Begleitern ist Kopenhagen .

Dort findet ab morgen die Weltmeisterschaft der Gespannfahrer statt. Gut 1200 Kilometer nonstop auf dem Transporter wollte Gilles Arriat seinen Tieren nicht zumuten.

Da traf es sich gut, in Münster Halt zu machen und mit Eva Scheid eine gute Freundin zu besuchen. Sie hatte vor Jahren in der Nähe von Paris nach dem Abitur ein Jahr als Bereiterin gearbeitet, und seither ist sie mit der Familie Arriat eng verbunden. Bei einem Bekannten fragte sie nach einem Stall für ihre Freunde. Der vermittelte sie an Franz Jostes, der wiederum an Familie Bergmann verwies. Die sagte sofort zu, für zwei Nächte fünf Boxen zur Verfügung zu stellen.

„Ursprünglich wollte ich die ganz französische Equipe in Münster einquartieren, aber 15 Boxen auf einen Schlag habe ich nicht gefunden“, erklärte Eva Scheid mit einem Schmunzeln. Und bei ihr zu Hause wäre es auch eng geworden, sie hat die Franzosen alle bei sich einquartiert.

Zum zweiten Mal nimmt der zweifache französische Meister der Pony-Vierspänner an einer Weltmeisterschaft teil. Er hofft auf ein möglichst gutes Abschneiden. Bei seinem ersten Start ist er in der Geländestrecke ausgeschieden. Einer seiner stärksten Konkurrenten kommt übrigens aus dem Münsterland, nicht weit weg von seinem Übernachtungsquartier. Tobias Bücker aus Emsdetten geht in Kopenhagen als einer der Favoriten auf den Titel an den Start.

Arriat und seine Begleiter waren zum ersten Mal in Münster. Den freien Tag am Samstag haben sie mit einer Stadtführung und einer Besichtigung der Skulpturenausstellung verbracht. Mit dem Fahrrad waren sie ebenfalls unterwegs. Abends vergnügten sich die WM-Teilnehmer am Hafen bei einer Beach-Party. Am Sonntagabend ließen die Gäste den Tag gemütlich bei Familie Bergmann ausklingen. Elfriede Bergmann hatte Weißbrot und französischen Käse aufgetischt, damit sich die Gäste wie zu Hause fühlen.

Gestern Morgen um 4.30 Uhr verluden Gilles Arriat und seine Helfer die ausgeruhten Ponys wieder auf den Transporter und fuhren weiter nach Kopenhagen. Münster hat ihnen gut gefallen und wenn möglich, kommen sie noch mal wieder.

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