Albachten
Wohnheim vor Schließung?

Donnerstag, 11.10.2007, 21:10 Uhr

Münster-Albachten. „Wir sind im Gespräch, Veränderungen vorzunehmen. . .“ Gegenüber den WN drückte sich Michael Willamowski , Leiter des städtischen Sozialamts gestern noch recht vorsichtig aus. Verständlich, denn noch sind die Pläne der Stadt Münster im Hinblick auf die Wohnheimgebäude an der Osthofstraße nicht in trockenen Tüchern. Gleichwohl sieht es danach aus, dass der im November 1991 eröffnete Heimkomplex für Aussiedler aus der ehemaligen UdSSR in absehbarer Zeit geschlossen werden dürfte. Aufgrund des starken Rückgangs der Aussiedlerzahlen werden die Gebäude nur noch zum Teil genutzt.

Der Sozialamts-Chef spricht von einer „ausgesprochen geringen Belegung“. Lediglich 26 Personen sollen aktuell im Albachtener Wohnheim untergebracht sein. Es gab Zeiten, da waren die 180 Plätze der Einrichtung allesamt belegt. „Wir möchten das Heim schließen und müssen deshalb über entsprechende Möglichkeiten nachdenken“, sagt Willamowski. Gespräche seien bereits anberaumt. Vorstellbar sei, dass die Noch-Bewohner des Komplexes in Wohnungen umzögen.

Schließt die Stadt die Übergangseinrichtung mit ihren rund 1100 Quadratmetern Wohnfläche, dann könnte diese ohne allzu großen Aufwand in einen Wohnkomplex umgewandelt werden. So sieht es auch das „Zwei-Stufen-Modell“ vor, das der Realisierung der Heimgebäude zugrunde lag. Der Bau der Einrichtung schlug seinerzeit mit 3,4 Millionen Mark zu Buche. 1,9 Millionen davon übernahm das Land Nordrhein-Westfalen.

Probleme bereitet die angedachte Schließung des Aussiedlerheims der Albachtener Caritas-Kleiderkammer. Diese ist in dem Komplex untergebracht. Wie Gertrud Weilke – sie zählte vor 14 Jahren zu den Gründerinnen – den WN berichtete, wurde das elfköpfige Team von der Stadt aufgefordert, die Kammer bis zum 17. Dezember zu räumen. „Wir suchen jetzt einen geeigneten Ersatzraum innerhalb Albachtens “, sagt Wedig und hofft auf Angebote. Dieser solle ebenerdig und hell sein. Wer dem Team helfen kann, wird gebeten, sich mit Gertrud Weilke (Telefon 500) oder dem Pfarrbüro St. Ludgerus (Telefon 10 40) in Verbindung zu setzen.

Die Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer nehmen nur noch am Dienstag (16. Oktober) von 14.30 bis 16.30 Uhr Bekleidung an. Die Kleiderausgabe an diesem Tag findet von 16.30 bis 18 Uhr statt. Am 23. und 30. Oktober ist von 16.30 bis 18 Uhr ein Räumungsverkauf. Anschließend bleibt die Kleiderkammer bis auf Weiteres geschlossen.

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