MS-West
Gute Wünsche auf roten Herzen

Freitag, 04.01.2008, 20:31 Uhr

Münster-Gievenbeck. Kaum waren die Weihnachtsgeschenke ausgepackt, da musste das Team des Kindergartens St. Michael II schon wieder einpacken. Nämlich außer den Möbeln alles, was ihre bisherigen Räume am Gescherweg gefüllt hatte. Zwischen den Feiertagen waren die Leiterin des Kindergartens, Doris Hoeter , und ihre Mitarbeiter mit dem Umzug in den von der Landesentwicklungsgesellschaft ( LEG ) errichteten Neubau am Wickenkamp beschäftigt.

„Das Mobiliar bleibt bis auf wenige Ausnahmen am Gescherweg, es wird vom Outlaw-Kindergarten weiter benutzt“, berichtet Doris Hoeter. Was der Förderverein von St. Michael II angeschafft habe, wurde jedoch mitgenommen. Ebenso das gesamte Spielzeug und die Kinderbibliothek.

Zurück blieb jedoch eine der Gruppen, denn diese Kinder werden weiterhin die Einrichtung am Gescherweg besuchen, wenn auch unter der neuen Leitung von Outlaw. Mit dem gestern erfolgten Neustart am Wickenkamp hat der katholische Kindergarten St. Michael II 65 Kinder, davon zehn in einer Kleinkindgruppe im Alter von vier Monaten bis drei Jahren, „Kleine Tiger“ genannt. Die anderen Mädchen und Jungen teilen sich in die „Bärengruppe“ und die „Tigerentengruppe“ auf.

Anders als am Gescherweg, wo es nur Regelgruppen gab, hat der Kindergarten am Wickenkamp jetzt durchgehend von 7.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. „Das war das Ergebnis einer Bedarfsabfrage bei den Eltern“, erläutert die Leiterin. Jetzt müsse das Team das Betreuungskonzept und die Tagesstruktur überarbeiten, kündigt Hoeter an: „Denn wir haben in Zukunft auch Babys dabei und werden mittags kochen.“ Es gibt außer den zehn Erzieherinnen eine Köchin und einen Praktikanten. Doris Hoeter ist für die Leitungsaufgaben freigestellt.

Jede Gruppe hat außer dem großen Raum einen Abstellraum, einen Nebenraum und einen eigenen Ausgang zum Außengelände. Bei der Anordnung der Spielplatzgeräte wurde die Lage des Domizils der „Kleinen Tiger“ schon berücksichtigt, sodass sie beispielsweise eine altersgerechte Schaukel direkt vor der Tür haben. Außerdem steht für sie das Turtle-Mobil bereit, in dem sechs kleine Kinder sitzen können. Sie werden bei Ausflügen bequem geschoben, sodass auch Strecken zurückgelegt werden können, die für die ganz Kleinen noch zu weit wären.

Doris Hoeter freut sich unter anderem über Ausstattungsdetails wie die geräumige Küche, das behindertengerechte WC, in dessen Raum auch die Waschmaschine Platz findet, und die niedrig eingebauten Fenster, die den Kindern den Blick nach draußen ermöglichen.

In Richtung Dieckmannstraße wird demnächst der Anbau errichtet, in dem ein Bewegungsraum, ein Nebenraum und Flächen zum Abstellen der Kinderwagen vorhanden sein werden. Denn wenn die Mütter ihre Jüngsten zu Fuß bringen, wollen sie die leeren Kinderwagen nicht mit nach Hause nehmen.

Im Februar soll ein Tag der offenen Tür stattfinden, bei dem Interessierte sich die Räume ansehen und mit dem Team ins Gespräch kommen können.

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