Albachten
„Alles ein bisschen geräumiger hier“

Dienstag, 08.04.2008, 23:04 Uhr

Münster-Albachten. Auf den freudigen Anlass durften Teamsprecherin Gertrud Weilke und ihre Mitstreiterinnen getrost mit einem Gläschen Sekt anstoßen: Die Albachtener Kleiderkammer ist nur wenige Wochen nach ihrem Umzug in den Keller des Pfarrhauses der St.-Ludgerus-Gemeinde wieder geöffnet. Gestern nahmen die elf ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen aus den beiden Albachtener Kirchengemeinden den Dienst wieder auf. Die neuen Räume stießen nicht nur bei ihnen, sondern auch bei den Besuchern auf allgemeinen Zuspruch: „Alles ein bisschen geräumiger hier“, lobte eine Albachtenerin die „neue Kleiderkammer“. Auch Pfarrer Thomas Frings gratulierte.

Am 4. März dieses Jahres hatten die Mitarbeiterinnen die Kammer – wie berichtet – am alten Standort im Aussiedlerwohnheim letztmalig geöffnet, denn das Heim wird mangels Bewohner von der Stadt geschlossen. Anschließend galt es, die gesamte Einrichtung ins Pfarrhaus zu transferieren. Dort hat Pfarrer Frings seine Waschküche und den früheren Gruppenraum der Messdiener zur Verfügung gestellt. Fußboden, Wände und Türen wurden gestrichen, um der Kleiderkammer ein ansehnliches Domizil zu schaffen. Heizlüfter für kalte Tage stehen bereit. Seit gestern wird wieder wöchentlich zur Annahme und zur Ausgabe von Bekleidung gebeten.

„Wir sind sehr zufrieden mit den Räumlichkeiten. Wir haben auf 46 Quadratmetern mehr Platz als im Aussiedlerwohnheim. Außerdem ist es heller hier“, zeigte sich Gertrud Weilke vom neuen Standort begeistert. Zusammen mit Josefine Terwey zählt die Albachtenerin zu den Mitarbeiterinnen, die seit der Eröffnung der Kleiderkammer im Mai 1994 mit von der Partie sind. Bedürftigen – in der Vergangenheit waren es vor allem Hartz IV-Empfänger und Aussiedler – werden für einen geringen Obolus von 50 Cent pro Teil gut erhaltene Bekleidungsstücke aller Art sowie Schuhe angeboten. Für Nachschub ist laut Gertrud Weilke aufgrund der beispielhaften Spendenbereitschaft der Albachtener stets gesorgt. Monat für Monat werden über 300 Teile ausgegeben. Das dabei eingenommene Geld wiederum kommt sozialen Zwecken zugute.

Die Zahl der Bedürftigen, so hat die Teamsprecherin festgestellt, hat im Vergleich zu den Anfangsjahren beständig zugenommen. Es gebe mehr Arbeitslose, aber auch Familien, die sich beim Hausbau übernähmen. Schuld treffe letztlich auch die Politik.

Die Kleiderkammer im Pfarrhaus an der Osthofstraße 1 ist jeden Dienstag von 14.30 bis 16.30 Uhr zur Annahme von Bekleidung und im Anschluss von 16.30 bis 18 Uhr zur Ausgabe geöffnet.

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