Albachten
Tambourmajor als Schützenkönig

Montag, 01.09.2008, 16:09 Uhr

Münster-Albachten. Als Freunde und Bekannte ihn auf seinen erfolgreichen Schuss ansprachen, spielte Daniel Rottmann den Überraschten : „Der muss wohl mit dem Wind runtergekommen sein“, kommentierte er den Königsschuss . Dabei hatte der 23-Jährige sich mit Uwe Eggelsmann unter der Vogelstange am Concordia-Sportplatz einen packenden finalen Wettstreit um die Regentschaft der St.-Hubertus-Schützen geliefert – und gewonnen. Mit dem 191. Schuss holte er unter dem Jubel etlicher Zuschauer den Adler von seinem Thron in luftiger Höhe und sicherte sich damit die Königswürde. Ein Jahr lang wird Rottmann nun die Albachtener Bruderschaft regieren.

Kaum war der Vogel um 12.51 Uhr gefallen, da ließen die Schützenbrüder ihren neuen König hochleben, legten ihm den Eichenkranz um und trugen ihn auf den Schultern. Der Spielmannszug „Gut Schlag“ stimmte mit einen lautstarken „Oh la la, wir haben einen König“-Gesang spontan mit ein, schließlich ist Rottmann Mitglied im Ensemble. Seit zehn Jahren mischt die frisch gebackene Majestät im Albachtener Spielmannszug mit. Er ist Tambourmajor und bedient die Trommel.

Hunderte von Albachtenern wohnten dem Vogelschießen bei, ließen den Schützenfest-Höhepunkt der Hubertus-Schützen bei strahlendem Sonnenschein zu einem wahren Volksfest werden. Für flotte Rhythmen sorgten dabei der Spielmannszug und die Bläservereinigung. Neben Neu-Majestät Daniel Rottmann zeichneten sich weitere Schützen durch Treffsicherheit aus: Präses Pfarrer Thomas Frings schoss den rechten und Andre Roos den linken Flügel des Adlers von der Stange. Das Zepter fiel Jörg Beckmann, der Apfel Malte Evels, die Krone Florian Kessler und der Kranz Uwe Eggelsmann zum Opfer.

Der neuen Majestät steht als Königin Veronika Winkelhaus zur Seite. Zu seinen Ehrendamen erkor das Duo Kerstin Wierling und Eva Lellé. Tatkräftige Unterstützung als Hofmarschall wird Guido Drees gewähren.

Begonnen hatte der große Tag für die Albachtener Bruderschaftler mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St.-Ludgerus-Pfarrkirche, der von Pfarrer Thomas Frings und seiner evangelischen Amtskollegin Kerstin Duchow gehalten wurde. Für die musikalische Gestaltung sorgte der MGV ’68. Anschließend ging’s im Festumzug durch den Ort, wobei die Schützen am Mahnmal einen Kranz niederlegten.

Bevor sie unter der Vogelstange ihren neuen Regenten ermittelten, kamen die Schützen zum Frühschoppen im Festzelt zusammen. Dabei wurden Helmut Müsker und Helmut Rölver von Brudermeister Norbert Freckmann für ihre Verdienste um die Vorstandsarbeit mit dem Goldenen Verdienstkreuz der St.-Hubertus-Bruderschaft dekoriert. Für 50-jährige Mitgliedschaft zeichnete der Schützenchef Walter Müsker, Erich Dresemann, Eugen Hollmann, Paul Hülsken, Helmut Müsker, Hermann Rohkamp, Gerhard Wöste, Josef Lepold und Heinz Albring aus.

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