Albachten
Umstrittene Durchfahrsperre

Donnerstag, 04.06.2009, 21:06 Uhr

Münster-Albachten - Die aus Sicht einiger Anwohner umstrittene Sperrung der Durchfahrt vom Wierling in den Rottkamp für den Individualverkehr wird in Kürze erneut die Politik beschäftigen. Dietrich Koch , Anwohner aus dem Osthofviertel , hatte sich - wie berichtet - in einem Brief an Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann gewandt und unter anderem darum gebeten, die Sperrung aufzuheben sowie den dortigen Busverkehr einzustellen. Jetzt erhielt Koch Antwort von der Stadt: Seine Vorschläge sollen als Bürgeranregungen am 18. Juni in der Bezirksvertretung und am 24. Juni im Rat bekannt gegeben werden.

Der Politik hat Koch ein Forderungspaket vorgelegt: Der Albachtener macht sich dafür stark, keine Busse mehr über Wierling und Rottkamp fahren zu lassen. „Die ständige Belästigung durch den häufigen Verkehr der Busse bringt den Anwohnern keinerlei Vorteile und ist sicher für die Busfahrer eine Last“, meint er. Erst kürzlich sei ein Bus mit einem Begrenzungspfahl auf der Fahrbahn zusammengeprallt und dabei beschädigt worden. Im betreffenden Bereich gebe es ohnehin nur eine Haltestelle. Der Fußweg zu den Haltestellen an der Dülmener Straße sei für die Bewohner des Altenheims am Rottkamp in etwa gleich. Und die dortige Busanbindung sei „vollkommen ausreichend“.

Da motorisierte Anwohner weite Umwege und mitunter fünf Verkehrsampeln in Kauf nehmen müssten, plädiert Koch dafür, die Durchfahrt Wierling / Rottkamp wieder freizugeben und beide Straßen zu einer Tempo-30-Zone zu machen. Der bereits eingebaute Hub-Poller, der nur den Busverkehr passieren lassen soll, darf nach den Vorstellungen des Albachteners „nicht aktiviert“ werden.

Mehr Sicherheit - insbesondere für Kinder und Senioren - sollen, so der Vorschlag Kochs, Zebrastreifen und eine „Entschärfung der gefährlichen Verkehrssituation am Claudius-Kindergarten“ bescheren. Der Bau von Bürgersteigen sei „zumindest auf einer Straßenseite vorrangig anzustreben“.

Die einseitige Benachteiligung der Anwohner des Osthofviertels durch die Sperrung der Durchfahrt Wierling / Rottkamp führe zu vermeidbarem Unmut, kritisiert Koch.

Es gibt auch direkte Anlieger des Rottkamps, denen das Durchfahrverbot ein Dorn im Auge ist. „Die Sperrung ist Quatsch!“, sagt Gerhard Dragunski, der im angrenzenden Seniorenwohnkomplex zuhause ist und mit seiner Meinung nach eigenem Bekunden nicht alleine steht. Viel Verkehr gebe es in diesem Bereich ohnehin nicht. Allerdings komme es immer wieder dazu, dass Fahrzeuge vor den Verbotsschildern Wendemanöver unternähmen, was nicht selten Lärm und Gestank mit sich bringe: „Die qualmen uns dann die Bude voll.“

Wie die WN von Stadtwerkesprecherin Sigrid Bäumer erfuhren, bereitet das Befahren des Einmündungsbereichs Rottkamp / Wierling den Busfahrern in der Tat aktuell Probleme. Am Samstag sei ein Bus gegen einen der zu eng gesetzten Begrenzungspfähle gefahren. Es habe einen Blechschaden gegeben. Für die Gelenkbusse sei es schwierig, den Bereich zwischen den dicht beiein­ander liegenden Pfählen zu passieren, da sie aus einer Kurve kämen. Das städtische Tiefbauamt, so Bäumer weiter, wolle sich jedoch um die Behebung des Problems bemühen.

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