MS-West
Szenen aus dem Arbeitsleben

Freitag, 23.07.2010, 22:07 Uhr

Münster-Mecklenbeck - „Ich bin durch die Firma geflitzt und habe ein Foto nach dem anderen geschossen“, sagt Markus Klepsch . Die Firma, das ist die Alexianer-Textilpflege an der Hansalinie. In dem Integrationsbetrieb unter dem Dach der Alexianer ist der 44-Jährige, der sich in der Freizeit gerne künstlerisch betätigt, schon seit einiger Zeit tätig. Ende 2008 fragte Personalleiterin Uta Deutschländer ihn, ob er ein Bild für die Firma malen könne. Klepsch war begeistert und schritt erst einmal mit dem Fotoapparat zur Tat. In den Folgemonaten entstand ein Bild, das gestern übergeben wurde.

Das großformatige Werk, das Szenen von der Arbeit in der Alexianer-Textilpflege zeigt, entstand in mehreren Schritten. Klepsch setzte die geschossenen Fotos Zug um Zug in Zeichnungen, Aquarelle, Ölkreidearbeiten und letztendlich mit Acrylfarben in ein poppiges Gemälde um. Dieses hat jetzt seinen festen Platz im Besprechungszimmer des integrativen Dienstleistungsbetriebs an der Hansalinie gefunden.

Eigentlich habe er sich der „irrationalen Kunst“ verschrieben, betont Klepsch. Doch das Bild für die Firma sei gegenständlich angelegt. Der gebürtige Münsteraner, der längere Zeit in einer Alexianer-Wohngruppe zuhause war, hat sich schon seit seiner Jugendzeit dem Malen und Zeichnen verschrieben. Seit dem Jahr 2003 ist er regelmäßig in der Jahresausstellung des Kunsthauses Kannen vertreten, in dessen Atelier er sich regelmäßig einmal pro Woche künstlerisch betätigt.

Zeichnungen, Aquarelle, Wachskreidebilder und Acrylgemälde sind das Metier des 44-Jährigen. Er bevorzugt die kleineren Formate, da ihm die größeren nach eigenem Bekunden „schwer fallen“. Seine Arbeiten haben nur selten einen Titel.

„Markus Klepsch kann durch seine Bilder Dinge herauslassen. Und so entstehen seine Werke von selbst - also ohne vorheriges Konzept, sondern intuitiv“, weiß Anja Große Wöstmann von der Öffentlichkeitsarbeit der Alexianer-Krankenhaus-GmbH. Darüber hinaus widme er sich in seiner Freizeit der Fotografie. Die Aufnahmen, die er dabei mache, seien Bilder seines Lebens und seines Alltags: „Markus Klepsch interpretiert sie als eine Form von Tagebuch, in denen er Stimmungen und Abschnitte seines Lebens festhalten kann.“

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