Reit- und Springturnier des Reit- und Fahrvereins Albachten
Die Baumeister der Hindernisse

Münster-Albachten -

Fritz und Tammo Ibershoff sind beim Reit- und Springturnier des Reit- und Fahrvereins Albachten die Meister der Hürden. Die beiden Lienener sind aus Passion Parcoursbauer.

Sonntag, 04.08.2013, 18:08 Uhr

Fritz und Tammo Ibershoff  (v.l.) bauen beim Albachtener Sommerturnier seit Jahren die Hindernisse auf. Zu ihrem täglichen Arbeitsgerät gehören Zollstock, Meterband und Parcoursskizze.
Fritz und Tammo Ibershoff  (v.l.) bauen beim Albachtener Sommerturnier seit Jahren die Hindernisse auf. Zu ihrem täglichen Arbeitsgerät gehören Zollstock, Meterband und Parcoursskizze. Foto: Sabine Wiemann

„Leidenschaft für den Sport muss man mitbringen. Es ist keine Seltenheit, dass wir zwölf Stunden auf dem Turnierplatz sind“, erklärt Fritz Ibershoff .

Zwölf Stunden bauen sie dann Hindernisse auf und um, planen den Parcours für die nächsten Prüfungen und schauen sich Ritte an, um zu sehen, wie die Reiter mit den gestellten Aufgaben zurechtkommen. Und am nächsten Turniertag geht es für Vater und Sohn genauso weiter.

Die Liebe zum Reitsport ist für einen Parcoursbauer folglich Pflicht. Wer sie hat, kann mit dieser Aufgabe aber sehr glücklich werden. „Durch mein Studium in Hannover komme ich selbst kaum zum Turnierreiten. Als Parcoursbauer kann ich das Turniergeschehen trotzdem miterleben“, erklärt Tammo Ibershoff seine Entscheidung, an rund 20 Wochenenden im Jahr Hindernisse auf- und abzubauen. Wie viele Stangen und Ständer Fritz und Tammo Ibershoff schon gehoben haben, können sie nicht sagen. Wer bedenkt, dass sie pro Wochenende rund 15 verschiedene Strecken mit jeweils acht Hindernissen und mehr aufbauen, weiß, warum sie keine genaue Zahl nennen können. Es sind einfach zu viele.

Seit zehn Jahren bestimmt Fritz Ibershoff in Albachten , wie die Hindernisse auf dem großen Springplatz stehen. „Wir sind jedes Jahr gerne hier. Der Boden ist ideal, und wir verstehen uns mit den Veranstaltern sehr gut“, so Fritz Ibershoff. Für jede Prüfung denkt er sich mit seinem Sohn einen neuen Parcours aus. Mit anderen Wegen und unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad.

Je nach Prüfung variieren die Anforderungen an Reiter und Pferd nämlich. Prüfungen für junge Pferde werden anders aufgebaut als die für erfahrene. „Für junge Pferde bauen wir besonders einladende Parcours. Sie sollen mit einem guten Gefühl aus der Prüfung gehen“, erklärt Fritz Ibershoff. Ähnlich ist es bei Prüfungen für unerfahrenere Reiter. Hierbei sind die Linien zwischen den Hindernissen besonders leicht zu reiten, und auch die Distanzen von einem Sprung zum anderen sind an den normalen Galoppsprung des Pferdes angepasst.

Anders sieht es in den höheren Klassen aus. Die guten Reiter mit ihren guten Pferden wollen und sollen gefordert werden. „Da ist eine Distanz dann mal etwas kürzer oder etwas weiter, sodass der Reiter sich überlegen muss, wie er am besten reitet“, erklärt Fritz Ibershoff, der in Lienen eine eigene Reitanlage betreibt.

Die Kunst eines guten Parcoursbauers ist es, den Hinderniswald weder zu leicht noch zu schwer zu gestalten. Erfahrung hilft hier ungemein, zudem werden die Hindernisbauer regelmäßig vom Landessportverband geschult. Was sonst noch wichtig ist? „Nur wer selber Springen geritten ist, kann Parcoursbauer werden“, sagt Tammo Ibershoff.

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