Neujahrsempfang der Bezirksvertretung Münster-West
Dickes Lob für Ehrenamtliche

Münster-West -

Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Westrup wird nach der Kommunalwahl für ihr Amt nicht mehr zur Verfügung stehen. Beim Neujahrsempfang der Bezirksvertretung Münster-West kündigte sie dies an und würdigte zudem das große Engagement der Ehrenamtlichen im Stadtbezirk.

Sonntag, 19.01.2014, 23:01 Uhr

Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens, der Institutionen sowie aus Vereinen und Politik lauschten den Ausführungen im Gievenbecker Stadtteilhaus „La Vie“.
Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens, der Institutionen sowie aus Vereinen und Politik lauschten den Ausführungen im Gievenbecker Stadtteilhaus „La Vie“. Foto: tu

Für Elisabeth Westrup war es der letzte Neujahrsempfang als Bezirksbürgermeisterin: Beim traditionellen Stelldichein des Stadtbezirks West zum Jahresbeginn kündigte die CDU-Mandatsträgerin gestern vor zahlreichen Vertretern des öffentlichen Lebens an, bei der kommenden Neuwahl der Bezirksvertretung nicht wieder zu kandidieren. „Im nächsten Jahr wird ein neuer Bezirksbürgermeister oder eine Bezirksbürgermeisterin – wie ich hoffe – diese schöne Tradition zum Neujahrsbeginn fortführen!“

Westrup versäumte es nicht, vor allem den Ehrenamtlichen für ihr Engagement zu danken. „Ohne Ihre tatkräftige Hilfe würde vieles nicht oder nur durch Einsatz erheblicher finanzieller Mittel der Stadt möglich sein“, unterstrich die Rednerin. Zudem forderte sie ihre Zuhörerschaft mit Blick auf den anhaltenden Zustrom von Flüchtlingen und Asylbewerbern auf, mit dem Engagement keinesfalls nachzulassen: „Ohne Ihre ehrenamtliche Hilfe kann die Integration kaum gelingen. Es ist eine große Aufgabe!“

Das Thema „Gesundes Altern und die Rolle der Prävention“ beleuchtete im Anschluss Prof. Dr. Ulrich Keil, Gründer des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin der Uni Münster . Anhand dezidierter wissenschaftlicher Studien räumte der Festredner mit so manchem Klischee auf. Keineswegs seien ältere Beschäftigte weniger produktiv oder nähmen gar jüngeren Menschen die Arbeitsplätze weg. „In den Ländern der Frühverrentung wie Italien oder Frankreich ist die Jugendarbeitslosigkeit sogar höher als bei uns!“

Unterm Strich sei die Lebenserwartung um zehn Jahre gestiegen, die Lebensqualität besser geworden und das Pflegefallrisiko habe abgenommen. Keil verwies auf die unerlässliche persönliche wie gesellschaftliche Verantwortung der Prävention: So müsse die Politik das Rauchverbot flächendeckend realisieren, zudem gelte es, Anstrengungen zu intensivieren, um den schädlichen Zucker-, Salz- und Fettgehalt vieler Lebensmittelprodukte zu reduzieren. Münster verfüge - im Gegensatz zu vielen anderen Städten über gute Angebote mit Bewegungsanreizen. „Es geht nicht um sportliche Höchstleistungen“, betonte der Roxeler, „regelmäßige körperliche Aktivitäten sind entscheidend!“ Schon 15 Minuten täglich minimierten das Diabetes- und Adipositas-Risiko.

Für die Vorbereitung seines Festvortrags, das mit einem Plädoyer für fettarme und vitaminreiche Kost endete, war Keil eigens nach Pioppi, der italienischen Welthauptstadt der mediterranen Ernährung, gereist. Maßhalten, schloss der Festredner, gelte auch für den Alkoholkonsum: Geringe Mengen täglich – 20 Gramm bei Frauen, 30 bei Männern - reduzierten die Sterblichkeit um immerhin 13 Prozent.

Für die musikalische Gestaltung des Neujahrsempfang sorgte das Saxofonquartett „Amarulla“ der Musikschule Nienberge.

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