Ludgerus-Grundschule hat mobile Klassen voll integriert
Konzentriertes Lernen im Pavillon

Münster-Albachten -

Die Ludgerus-Grundschule hat den mobilen Pavillon voll in ihr Raumkonzept integriert. Freude herrscht in der Schule über den eigenen Förderraum, der dort eingerichtet werden konnte.

Mittwoch, 29.10.2014, 22:10 Uhr

Ausreichend Platz für locker im Raum verteilte Sitzgruppen gibt es in dem Klassenraum, der neben einem Förderraum in dem Pavillon untergebracht wurde.
Ausreichend Platz für locker im Raum verteilte Sitzgruppen gibt es in dem Klassenraum, der neben einem Förderraum in dem Pavillon untergebracht wurde. Foto: eb

Wenn irgendwo Pavillons aufgebaut werden, um eine Raumnot schnell zu beheben, so werden diese meistens skeptisch beäugt und abfällig als „Container“ bezeichnet. Füllen diese mobilen Unterkünfte sich jedoch erst mal mit Leben, dann zeigt sich häufig, dass die nach modernen Standards gebauten und für den jeweiligen Zweck passend eingerichteten Räumlichkeiten durchaus gute Dienste erweisen. So auch auf dem Hof der Ludgerusschule, wie Schulleiterin Ulrike Strüwe-Beumer berichtet.

„Der Pavillon wird gut angenommen. Laut Auskunft der Lehrer, die dort unterrichten, fühlen die Schüler sich darin wohl“, betont sie im WN-Gespräch. Ein viertes Schuljahr und ein Förderraum wurden in dem Pavillon untergebracht. Das helle Gebäude hat noch ein schräges Dach bekommen, das vor Regen schützt und dem kleinen Zusatzbau zugleich ein ansprechenderes Äußeres verleiht.

„Der Pavillon hat sich gut integriert. Er gehört jetzt ganz regulär zu unseren Unterrichtsräumen“, zieht die Schulleiterin eine erste Bilanz der Erfahrungen seit dem Beginn des Schuljahres.

„Dass ein Förderraum in dem Pavillon liegt, ist auch gut für die vierte Klasse nebenan, denn sie kann den zweiten Raum für Gruppenarbeit nutzen, wenn er nicht belegt ist“, freut sich Ulrike Strüwe-Beumer. Außerdem gebe es im Flur zwischen den beiden Räumen genug Platz für die Jacken und anderen Dinge der Kinder.

Die 21 Schüler der Klasse 4 b, die von Maren Weps geleitet wird, lernen in dem großzügig wirkenden Raum offenbar genauso konzen­triert wie ihre Alterskameraden im eigentlichen Schulgebäude.

In dem Förderraum wird zum Beispiel Deutsch als Zweitsprache für Migrantenkinder unterrichtet, außerdem Mathematik- und Deutsch-Förderunterricht. Die Aktion „Flinke Finger“ für Kinder der Schuleingangsphase, die feinmotorische Schwierigkeiten haben, hat dort ebenso ein Domizil gefunden wie der Hörclub. „Viele Kinder tun sich zunehmend schwer, konzen­triert zuzuhören und Dinge richtig wiederzugeben“, erläutert die Schulleiterin.

Die Ludgerusschule ist auch als „Förderinsel“ anerkannt. Im offenen Ganztag arbeitet eine Heilpädagogin jeden Tag mehrere Stunden mit. „Sie unterstützt auch Kinder, die Schwierigkeiten im Wahrnehmungsbereich oder emotionale Schwierigkeiten haben.“ Außerdem bietet die Ludgerusschule wöchentlich eine zweistündige Sprachförderung für Kinder in der Schuleingangsphase an.

Diese vielfältigen Förderangebote verteilten sich vor Errichtung des Pavillons auf mehrere Räume im Schulgebäude: „Sie fanden im Musikraum, im Computerraum und in den Klassen statt – das war ein ständiges Hin und Her“, erinnert sich Ulrike Strüwe-Beumer. Mehrfach musste umorganisiert werden, Materialen wurden von einem Raum zum anderen getragen. „Jetzt ist vieles einfacher“, betont die Schulleiterin.

Ob künftig ein massiver Anbau die Ludgerusschule ergänzen werde, sei noch nicht geklärt. „Die Anmeldezahlen werden sich zwischen Dreizügigkeit und Vierzügigkeit bewegen. Das ist unter anderem davon abhängig, ob weitere Baugebiete ausgewiesen werden“, erläutert Strüwe-Beumer. Der Pavillon werde mit Sicherheit nicht nur in diesem, sondern auch im nächsten Schuljahr (2015/2016) noch gebraucht. Wie lange er insgesamt stehen bleibe, könne noch nicht vorhergesagt werden.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2840457?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F131%2F2572801%2F4847916%2F
Nachrichten-Ticker