Hobbyimker Arnold Terwey gewann Wettbewerb
„Gläserne Wabe“ für besten Honig

Münster-Albachten -

Der Hobbyimker Arnold Terwey aus Albachten gewann den Wettbewerb um die „Gläserne Wabe“. Sonntags erklärt er im Freilichtmuseum Mühlenhof das Bienenleben.

Mittwoch, 05.11.2014, 22:11 Uhr

Der Hobbyimker Arnold Terwey (r.)  hat für die Qualität seines Honigs die „Gläserne Wabe“ bekommen. Willi Niemann (l.), Geschäftsführer des Mühlenhofs, freut sich, dass Terwey in dem Freilichtmuseum Besuchern viel über die Natur erklärt.
Der Hobbyimker Arnold Terwey (r.)  hat für die Qualität seines Honigs die „Gläserne Wabe“ bekommen. Willi Niemann (l.), Geschäftsführer des Mühlenhofs, freut sich, dass Terwey in dem Freilichtmuseum Besuchern viel über die Natur erklärt. Foto: eb

„Das haben die Bienen geschafft, ich habe damit nichts zu tun“, sagt der Hobby-Imker Arnold Terwey bescheiden, aber mit einem schelmischen Schmunzeln. Dann gesteht er, dass ein Imker durchaus etwas dazu beitragen könne, dass sein Honig im Wettbewerb des Imkervereins Münster um die „Gläserne Wabe“ gut abschneidet. Zum dritten Mal hat er bei der jährlichen Honigüberprüfung nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes und der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft den ersten Preis errungen.

Der Albachtener hält seit Jahrzehnten Bienen, meistens so um die 25 Völker. Besonders günstig sei der Standort am kleinen Bienenmuseum im Mühlenhof , meint Terwey: „Hier blüht mehr, die Wiesen am Aasee werden geheut, und es liegen vielfältig bepflanzte Vorgärten in der Nähe.“

Der 82-Jährige erreichte bei dem Wettbewerb die volle Punktzahl und somit das beste Ergebnis unter den 25 teilnehmenden Imkern. Zu den Kriterien, die bei der Bewertung eine Rolle spielen, zählt auch die Aufmachung des Honigglases, erklärt Terwey: „Die gucken schon, wie das Etikett geklebt ist.“ Die Sauberkeit und der Zustand des Honigs seien wichtig: „Es dürfen zum Beispiel keine Wachsrückstände im Honig sein. Er muss beim Streichen geschmeidig sein und darf nicht hart werden.“ Das könne der Imker nach der Ernte beeinflussen, indem er den Honig über eine gewisse Zeit hinweg regelmäßig durchrühre.

Auch der Geruch der süßen Leckerei wird bewertet: „Die Bienen können Fremdstoffe eingetragen haben, das würden die Experten riechen“, weiß Terwey. Der Geschmack soll für einen Honig der jeweiligen Gegend typisch sein.

Wichtig ist zudem ein nicht zu hoher Wassergehalt: „Darauf hat der Imker nur beim Frühjahrshonig Einfluss, indem er ihn erntet, wenn die Bienen draußen nichts mehr finden“, erklärt Terwey. Der Nektar, den die Bienen von den Blüten sammeln, habe einen Wassergehalt von 80 Prozent. „Wenn die Bienen den Nektar zu Honig verarbeiten, geben sie ihn von Zunge zu Zunge weiter – dabei verdunstet immer etwas Wasser, und der Honig wird zunehmend trockener“, erklärt Terwey. Wenn der Wassergehalt unter 18 Prozent sinkt, hat ein Honig Chancen beim Wettbewerb um die „Gläserne Wabe“. Terweys Honig hatte nur einen Wassergehalt von 15,9 Prozent – so kam er auch eine Ebene höher, beim Wettbewerb des Landesverbands, unter die ersten Zehn.

Der Geschäftsführer des Freilichtmuseums Mühlenhof, Willi Niemann , bezeichnet den kundigen Imker als „Glücksfall für die Natur, für die Bienen und für den Mühlenhof“. Jeden Sonntag, im Winter von 11 bis 17 Uhr, ist er im Bienenhaus für die Besucher da. „Es ist toll, dass er nicht nur das Leben der Bienen und die Imkerei erklärt, sondern auch das ganze Naturumfeld darstellt“, lobt Niemann. Durch seine unkomplizierte Art und seine lockeren, humorvollen Sprüche finde Terwey schnell Zugang zu den Menschen. „Dass er zudem so einen Erfolg mit seinem Honig hat, zeigt seine ordentliche Arbeit“, betont Niemann. Terwey sei ein Beispiel dafür, dass bei der Arbeit mit Tieren Respekt und ein würdevoller Umgang wichtig seien: „Dann tun sie einem auch nichts.“

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