Akuter Platzmangel in der Ludgerusschule: Dachboden soll ausgebaut werden
„Dringender Handlungsbedarf“

Münster-Albachten -

Die Albachtener Grundschule platzt aus allen Nähten. Da selbst die Aufstellung zweier Container vor zwei Jahren nicht ausreichte, macht sich die Schulleitung zusammen mit Musikschule und dem Trägerverein „Haus der Begegnung“ nun dafür stark, den Dachboden auszubauen und neue räumliche Kapazitäten zu schaffen.

Freitag, 14.08.2015, 23:08 Uhr

Geht es nach den Vorstellungen von Ludgerusschule , Musikschule und Trägerverein „ Haus der Begegnung “, dann soll der Dachboden der Ludgerusschule möglichst bald ausgebaut werden. Diesen Wunsch haben die drei Institutionen soeben Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine übermittelt. SPD-Bezirksvertreter Raimund Köster hat darauf bereits reagiert und einen entsprechenden Antrag auf den Weg gebracht. Mit im Boot ist CDU-Bezirksvertreter Christian Hinzmann, der den Ausbau ebenfalls für sinnvoll hält.

„Wir wenden uns an Sie, weil es derzeit akuten Raummangel in der Ludgerusschule in Albachten gibt“, heißt es im Schreiben an den Bezirksbürgermeister. Unterschrieben ist das Papier von Schulleiterin Ulrike Strüwe-Beumer, dem Musikschul-Vorsitzenden Manfred Rösmann und Andreas Dondrup, Chef des Trägervereins „Haus der Begegnung“. Wie das Trio darlegt, gibt es an der Ludgerusschule derzeit zu wenig Räume. Es sei unbedingt erforderlich, deren ungenutzten Dachboden für die Bedarfe der Schülerinnen und Schüler des Offenen Ganztags auszubauen. Eine dafür vor geraumer Zeit erteilte Genehmigung müsse nun aktiviert werden.

Die pädagogische Arbeit in den Grundschule habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert: „Der inklusive Unterricht und der damit verbundene Ausbau des Förderunterrichts, die nötige Berücksichtigung von unterschiedlichen Ausprägungen von Behinderungen, erfordern einen erhöhten Raumbedarf in der Grundschule“, legen Strüwe-Beumer, Rösmann und Dondrup dar. Zwar habe die Stadt im Jahr 2013 mit der Aufstellung von zwei Containern auf dem Pausenhof versucht, den Anforderungen Rechnung zu tragen. „Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese Raumausstattung nicht ausreichend ist.“ Zumal der Ort Albachten wachse.

Neben gestiegenen Anmeldezahlen weise die Ludgerusschule eine 25-prozentige Steigerung bei den Schülern des Offenen Ganztags auf. Diese müssten bis in den späten Nachmittag betreut werden. Darüber hinaus bestehe „durch die Zunahme der multikulturellen Vielfalt innerhalb der Schülerschaft“ erhöhter individueller Betreuungsbedarf, heißt es im Schreiben an den Bezirksbürgermeister weiter.

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass es im fließenden Übergang von Vormittags- auf den Nachmittagsunterricht aufgrund der Kooperation von Grund- und Musikschule Projektarbeit gebe. Die damit verbundene Nutzung von Klassenräumen führe „zwangsläufig zu deutlichen Engpässen“. Die Leitung der Ludgerusschule habe bereits dafür gesorgt, dass alle Mehrzweckräume für den Offenen Ganztag und die Bis-Mittag-Betreuung genutzt werden könnten. Eine entlastende zusätzliche Nutzung von Räumen im „Haus der Begegnung“ sei jedoch nicht möglich, „da das Haus mit weit über 500 Veranstaltungen im Jahr bis über seine Kapazitätsgrenze hinaus ausgelastet ist“.

Der Stadtteil Albachten, so Strüwe-Beumer, Rösmann und Dondrup weiter, wachse und bekomme sogar ein weiteres Neubaugebiet. Grund- und Musikschule sowie der Trägerverein „Haus der Begegnung“ kooperierten hervorragend miteinander und benötigten dafür entsprechenden Platz.

Der Brief an Bezirksbürgermeist Stephan Brinktrine endet mit den Worten: „Das Raumangebot in der Ludgerusschule ist nicht mehr ausreichend. Es besteht dringender Handlungsbedarf, den derzeit ungenutzten Dachboden auszubauen, damit die hochwertige Betreuungsarbeit weiterhin geleistet werden kann.“

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