Literaturcafé mit Renate Rave-Schneider
Spannende Tipps für die Lektüre

Münster-Albachten -

Die Albachtener Autorin und Veranstalterin von Literatur-Events, Renate Rave-Schneider, hat immer wieder interessante Lesetipps parat. Beim Literaturcafé im Café Kisfeld gab sie ihre neuesten Vorschläge weiter.

Sonntag, 16.10.2016, 19:10 Uhr

Die Albachtener A utorin Renate Rave-Schneider (r.) stellte ihren literaturinteressierten Zuhörerinnen im Café Kisfeld eine Reihe lesenswerter Bücher vor.
Die Albachtener A utorin Renate Rave-Schneider (r.) stellte ihren literaturinteressierten Zuhörerinnen im Café Kisfeld eine Reihe lesenswerter Bücher vor. Foto: rkr

„Literatur ist meine Musik“, sagt Autorin Renate Rave-Schneider . „Mein Werkzeug ist die Schreibfeder, ohne eigenes Schreiben und ohne Literatur wäre ich wahrscheinlich depressiv geworden.“ Die 64-jährige Akademikerin schreibt Reisedokumente und organisiert Literatur-Gesprächskreise, auf denen sie Bücher vorstellt und bespricht, die sie beeindruckt haben.

Am Wochenende lud sie zum zweiten Mal ins Café Kisfeld ein und sprach über neue und alte Bücher und ihr eigenes Schaffen. Theodor Fontane ist für sie ein bewährter, zeitloser Klassiker, und deshalb begab sie sich in der Mark Brandenburg auf seine Spuren und erkundete die Orte, in denen seine Geschichten spielen. Sie schildert ihre Eindrücke in der Reisedokumentation „Wo ist mein Ribbek?“ Auch Schloss Rheinsberg und das Kurt-Tucholsky-Museum besuchte die Albachtenerin und erfuhr viel über den 1935 im schwedischen Göteborg verstorbenen Journalisten und Schriftsteller, der vor den Nazis ins Exil ging.

Zudem wandte sich die Autorin aktuellen Taschenbüchern zu und vermittelte ihren Zuhörerinnen einen Eindruck von Helen Macdonalds Buch „H wie Habicht“, Christian Krachts „Imperium“, Brigitte Kronauers „Gewäsch und Gewimmel“ und André Hellers „Das Buch vom Süden“. In dem Buch schreibt Heller über einen fleißigen Tunichtgut namens Julian Passauer, der kurz nach dem zweiten Weltkrieg geboren wird und im Dachgeschoss von Schloss Schönbrunn als Sohn des stellvertretenden Direktors des Naturhistorischen Museums aufwächst. Die lebenslange Sehnsucht des Vaters nach dem Süden überträgt sich auf den Sohn. Er begibt sich auf eine ausgedehnte Schiffsreise rund um Afrika, beginnt dann ein Studium und wirft es hin. Am Gardasee begegnet er den Frauen seines Lebens, aber zur Ruhe kommt er nicht.

Der nächste Literatur-Gesprächskreis findet am 16. März 2017 um 19 Uhr im „Atrium“ am Sprickmannplatz in Kinderhaus statt. Dann soll der Hamburger Autor Joachim Frank sein Werk persönlich vorstellen.

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