Plattdeutsche Spielgemeinschaft Albachten
Ein Faible fürs Plattdeutsche

Münster-Albachten -

Die Albachtener Mundart-Schauspieler von „Lach män lück“ haben einen neuen Vorsitzenden: Dietmar Rölver hat den Posten an der Spitze der Ensembles von Sarah Buddendieck übernommen.

Montag, 10.04.2017, 19:04 Uhr

Dietmar Rölver ist neuer Vorsitzender der plattdeutschen Spielgemeinschaft „Lach män lück Albachten“.
Dietmar Rölver ist neuer Vorsitzender der plattdeutschen Spielgemeinschaft „Lach män lück Albachten“. Foto: sn

„Das ist eine Mannschaft, auf die man sich verlassen kann“, lobt Dietmar Rölver „seine“ Truppe von der plattdeutschen Spielgemeinschaft „Lach män lück Albachten “. Nicht nur ein bisschen Stolz schwingt in seiner Stimme mit, immerhin ist er jetzt Vorsitzender des Bühnenensembles, und trägt deshalb eine Menge Verantwortung. Doch vor allem die Freude am Platt ist ihm anzusehen. Die niederdeutsche Sprache, davon ist er felsenfest überzeugt, sei im Kommen.

Rölver ist jüngst auf der Mitgliederversammlung von „Lach män lück“ zum Nachfolger von Sarah Buddendieck gewählt worden, die aus persönlichen Gründen nicht mehr für den Posten zur Verfügung stand. Ein dickes Lob für seine Vorgängerin hat er parat: „Sie ist für die positive Stimmung verantwortlich“, sagt er.

66 Schauspielbegeisterte bringen jedes Jahr ein plattdeutsches Stück auf die Bühne und geben vor und hinter den Kulissen alles. Eine „tolle Truppe“ habe Buddendieck aufgebaut, so Rölver. Daran will er anknüpfen. Die Spielleitung wird auch weiterhin die bewährte Maria Wienecke haben.

Dietmar Rölver ist ein Albachtener Junge: „Ich bin hier geboren“, sagt er. Und Plattdeutsch, das kann er natürlich: „Das habe ich von meinen Eltern gelernt.“ Überhaupt, er mag diese Art zu sprechen. Und er glaubt, dass das Platt an Bedeutung gewinnt: „Man kriegt nur positive Reaktionen.“ Der Fliesenleger wirbt sogar für seine Tätigkeit auf Platt: „Rölver kümp sölver.“ (Rölver kommt selber).

Auf der Bühne sind mitunter lange Texte zu lernen. Mehrere Monate im Herbst proben die Akteure der Spielgemeinschaft, um im Winter das jeweils neue Stück präsentieren zu können. Mit dem jüngsten waren die Beteiligten mehr als zufrieden: Die Komödie „Koorngeister“ von Andreas Heck , das von Maria Wienecke ins münsterländische Platt übertragen wurde, sei sehr gut angekommen, so Rölver.

Nach der Theatersaison ist vor der Theatersaison. Und so sehen sich die Aktiven schon nach einem Stück für das nächste Jahr um: „Mehrere sind in der Auswahl“, so Rölver.

Begeisterung und Engagement macht der Albachtener bei seinen Leuten aus. Er selbst spielt aber als Vorsitzender nicht mehr auf der Bühne mit, ist jetzt vorrangig fürs Organisatorische zuständig. Und Rölver ist auch dabei, wenn es darum geht, Nachwuchs für die Truppe zu finden. Es gebe junge Darsteller in der Spielgemeinschaft. Sorgen mache er sich nicht. Gleichwohl würden auch weitere Begeisterte für die plattdeutsche Sprache gesucht. „Neues Stück, neue Leute“, so der 42-Jährige. Und auch er selbst kann nun beweisen, dass neue Besen meist gut kehren.

Zum Thema

Wer bei der Plattdeutschen Spielgemeinschaft mitmachen möchte, kann sich per E-Mail (info@plattdeutsches-theater-albachten.de) melden.

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