Amphibienschutz in Albachten
Er rettet Kröten und Molche vor dem „Asphalttod“

Münster-Albachten -

Im Bereich Steinbrede und Sunnenheide ist er Einzelkämpfer: Der Albachtener Reinhard Brahm kümmert sich während der Laichzeit um Kröten und Molche. Er bewahrt sie davor, von Autos überfahren zu werden.

Donnerstag, 13.04.2017, 19:04 Uhr

Engagierter Amphienschützer: Reinhard Brahm hat sich  auch in diesem Jahr wieder aktiv um die Krötenwanderung im Bereich Sunnenheide und Steinbrede gekümmert.
Engagierter Amphienschützer: Reinhard Brahm hat sich  auch in diesem Jahr wieder aktiv um die Krötenwanderung im Bereich Sunnenheide und Steinbrede gekümmert. Foto: Brahm

Wenn im Bereich Steinbrede und Sunnenheide die Laichwanderung von Kröten und Molchen über die Bühne geht, ist Reinhard Brahm seit mehr als einem Jahrzehnt in Aktion. Der Anwohner rettet die Amphibien vor dem „Asphalttod“ – sprich dem Überfahren durch Autos und Lkw. Er sammelt die Tiere von der Straße auf, um sie sicher ins angestammte Laichrevier zu bringen. Das war auch in diesem Jahr wieder der Fall.

Vom 8. bis zum 31. März war der Albachtener jeden Abend vor seiner Haustür im Einsatz, um Amphibien zu retten. „Die Menge der aufgelesenen Kröten war mit 40 Tieren nur geringfügig kleiner als im Vorjahr. Auch in dieser Saison zeigten sich wieder Molche auf der Straße, allerdings war hier ein geringer Rückgang zu beobachten“, erläutert Brahms. Die Anzahl der aufgesammelten Kriechtiere sage allerdings nichts über den tatsächlichen Umfang der Population im betreffenden Gebiet aus.

Lediglich sechs Kröten und ein Molch wurden nach den Feststellungen von Reinhard Brahm von Fahrzeugen überfahren. Das habe damit zu tun, dass er mehrmals am Tag intensiv und zeitaufwendig gesammelt habe, sagt der Albachtener. Außerdem seien die meisten Autofahrer mit angepasstem Tempo unterwegs gewesen.

In seinem Einsatz für die Amphibien ist Brahm bislang auf sich allein gestellt, was er durchaus bedauert: „Das allabendliche Auftreten der Kröten und Molche zwischen 20 und 22 Uhr bedeutet eine erhebliche Einschränkung der Freizeit. Ein wenig Unterstützung hätte gutgetan, aber leider ist in Albachten niemand bereit, beim Sammeln mitzumachen.“

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