Patchworkgruppe „Stich für Stich“ stellt aus
Gegenwart und Vergangenheit in Stoff kunstvoll verarbeitet

Münster-aLBACHTEN -

„Ein Fenster in die Vergangenheit“ öffnete die Patchworkgruppe „Stich für Stich“ mit ihrer Ausstellung im Pfarrheim St. Ludgerus. Anneliese Hebecker-Ahlke, Gisela Holstiege, Margret Hovestadt, Gudrun Lellé, Maria Neumann, Gabriele Sürig und Birgit Winkelsett aus Albachten, Roxel und Hiltrup zeigten wahre Prachtstücke.

Sonntag, 03.09.2017, 17:09 Uhr

Die Patchworkgruppe „Stich für Stich“ mit (v.l.) Margret Hovestadt,Anneliese Hebecker-Ahlke, Gisela Holstiege, Gudrun Lellé, Maria Neumann (vorn), Gabriele Sürig und Birgit Winkelsett stellte im Pfarrheim aus.
Die Patchworkgruppe „Stich für Stich“ mit (v.l.) Margret Hovestadt,Anneliese Hebecker-Ahlke, Gisela Holstiege, Gudrun Lellé, Maria Neumann (vorn), Gabriele Sürig und Birgit Winkelsett stellte im Pfarrheim aus. Foto: Annegret Lingemann

Altes und neues Material kombinierten sie und verknüpften so die Vergangenheit mit der Gegenwart. Gabriele Sürig verriet, dass es Ausgangsidee der Gruppe war, zum Albachten-Jubiläum einen „Frauen-Beitrag“ zu leisten. Da es zu allen Zeiten und in nahezu allen Kulturen Aufgabe der Frauen war, im textilen Bereich Neues herzustellen und Gebrauchtes durch Stopfen, Flicken und Anstückeln möglichst lange zu erhalten, sei die Geschichte der Frauen zum großen Teil auch Textilgeschichte.

Das Material der Ausstellung: Aussteuerleinen aus Familienbesitz, Bauernbettwäsche, Knopfleisten, Paradekissen oder Ziertaschentücher. Die Textilkünstlerinnen gliederten ihre Patchworkarbeiten nach traditionellen „Frauenthemen“. In einem „Küchenquilt“ waren Teile eines Mehlsackes und eine Seite eines Kochbuches von 1947 eingearbeitet, die per Fototransfer auf Stoff übertragen wurde. Textile Kollagen aus Babydecken mit Mützchen und Jäckchen waren liebevoll zusammengestellt oder – in katholischer Tradition – Rosenkränze, Amulette und handschriftliche Gebete eingearbeitet.

„Man kann nicht aufhören, es macht süchtig“, sagt Gisela Holstiege. Die Ausstellung war eine hervorragend recherchierte und sehr ansprechende Präsentation der seit etwa zehn Jahren bestehenden Patchworkgruppe „Stich für Stich“.

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