Grundschulsituation in Albachten
„Brauchen eine neue Schule“

Münster-Albachten -

Auf Zustimmung der Bezirksvertretung Münster-West stoßen die Pläne der Stadtverwaltung, die aus allen Nähten platzende Ludgerusschule durch den möglichen Bau einer neuen Grundschule zu entlasten.

Mittwoch, 22.11.2017, 19:11 Uhr

Blick auf die Ludgerusschule: Zur Entlastung der Albachtener Schule soll in der Nachbarschaft der Dreifachsporthalle eine weitere Grundschule gebaut werden. Die Bezirksvertretung West befürwortet die Pläne.
Blick auf die Ludgerusschule: Zur Entlastung der Albachtener Schule soll in der Nachbarschaft der Dreifachsporthalle eine weitere Grundschule gebaut werden. Die Bezirksvertretung West befürwortet die Pläne. Foto: sch

„Wir brauchen eine neue Schule“, meint der Albachtener SPD-Bezirksvertreter Raimund Köster . Die Ludgerusschule könne den zukünftigen Bedarf nicht mehr alleine decken. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Stadtverwaltung in einer Machbarkeitsstudie. Sie schlägt – wie berichtet – den Bau einer neuen zweizügigen Grundschule zur Entlastung der Ludgerusschule vor.

Das Baugebiet Albachten-Ost, das zwischen Weseler Straße, Sendener Stiege und der Hohen Geist entstehen soll, wird rund 500 neue Wohnungen mit sich bringen. Die daraus folgenden erhöhten Schülerzahlen machen offenbar den Bau der neuen Schule notwendig. „Eine Fünfzügigkeit der Ludgerusschule geht nicht“, meint Sven Gotthal, Vorsitzender der CDU Albachten. Bereits die Erweiterung der Ludgerusschule auf eine Vierzügigkeit, so heißt es in der Machbarkeitsstudie, würde rund 6,48 Millionen Euro kosten. Die Kosten für eine neue, zweizügige Grundschule betragen demnach 8,77 Millionen Euro.

Platz dafür sei schon eingeplant worden, berichtet Köster. Die neue Schule liege demnach hinter der Dreifachsporthalle an der Hohen Geist. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Erschließung des neuen Baugebiets bis Ende 2019 abgeschlossen sei. Eine Fertigstellung der neuen Grundschule sei ab Ende 2021 möglich, die dann zum Schuljahr 2022 / 23 ihren Betrieb aufnehmen könne. Dies sei notwendig, da perspektivisch der insgesamt fünfzügige Schulraumbedarf für Albachten mit der Ludgerusschule nicht gedeckt werden könne. Auch sei dort eine Barrierefreiheit nicht „in Gänze“ herstellbar.

Allerdings werden der Ludgerusschule zur Deckung des akuten Raumbedarfs zwei weitere Fertigbauklassen bereitgestellt. Dies soll schnellstmöglich geschehen, zwei Fertigbauklassen gibt es dort schon. Die neue Schule würde Entlastung bringen. Die Machbarkeitsstudie passierte die Bezirksvertretung einstimmig. Albachten sei auf einem guten Weg, hieß es unisono. Allerdings: „Das ist noch keine Bauplanung“, so Köster. Es müsse jetzt erst mit dem Neubaugebiet Albachten-Ost weitergehen. Im Rahmen dessen könne dann die Schule realisiert werden.

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