Zukunftswerkstatt Albachten
Bürger formulieren ihre Wünsche

Münster-Albachten -

Die Zukunft Albachtens steht im Zeichen von Veränderungen: Steigende Einwohnerzahlen gehen Hand in Hand mit einem Wandel des Stadtbildes. Welche Wünsche, Bedürfnisse und Möglichkeiten gibt es? Diese Fragen überließen die Albachtener Bürger in der dritten Etappe der Zukunftswerkstatt unter Leitung von Maria Dirking vom Stadtplanungsamt Münster nicht dem Zufall.

Sonntag, 18.03.2018, 18:03 Uhr

Maria Dirking (l.) moderierte durch alle elf Punkte zur gestalterischen Planung der Ortsmitte Albachtens.
Maria Dirking (l.) moderierte durch alle elf Punkte zur gestalterischen Planung der Ortsmitte Albachtens. Foto: apr

Kern der Diskussionen stellten Anregungen zu den Themen Verkehr, Infrastrukturplanung und räumliche Gestaltung Albachtens dar. Neben dem Wunsch nach Behindertenparkplätzen vor der Ludgerusschule und der Kritik an Parkplatzdefiziten im Bereich der Albachtener Straße standen die räumliche Einbindung der neuen Wohnbauflächen, öffentliche Plätze und Grünflächen im Fokus der regen Debatte.

Ausgangslage sei laut Dirking der Ortscharakter: „Wir müssen die Räume definieren.“ Wer sind zukünftige Nutzer? Sollen die Plätze zum Anhalten und Ausruhen einladen oder als Durchgangsorte wirken?

So könnte etwa die Öku-Wiese unter Mitwirkung des Freifunks Münster einen W-Lan-Hotspot erhalten, um einen attraktiveren Rückzugsort insbesondere für Jugendliche darzustellen. Als weiteres Grünflächenprojekt könnte eine ökologisch begründete Aufwertung des Offerbachs das Gewässer für Bürger und Besucher erlebbarer machen.

Einen Interessensbrennpunkt stellte auch der Marktplatz dar: Bürger kritisierten unter anderem seine „Gefängnisatmosphäre“, denn statt grüner Idylle zeichne sich der ehemalige Veranstaltungsort vor allem durch Leere aus. „Wir gucken auf einen toten Platz“, so kommentierte eine Teilnehmerin der Runde. Neben Bänken und einem auf den Boden gemalten Schachspiel als Auflockerung des Platzes herrschte schlussendlich Einigkeit darüber, dass eine „Bepflanzung in jedem Fall sinnvoll“ sei.

Der Trübseligkeit des angrenzenden Parkplatzes soll auch ein Ende gesetzt werden. Denkbare Projekte seien zum Beispiel Patenschaften für Baumbeete, um etwas mehr Farbe auf den Platz zu zaubern. Zudem stellte sich die Frage nach der Nutzung des Parkplatzes. Nicht nur zu Stoßzeiten sahen hier Teilnehmer Bedarf nach mehr Parkmöglichkeiten.

Auch die bestehende Limitierung der Parkzeit auf zwei Stunden wurde kritisch angesprochen, da dies gerade für Besucher des Seniorenheims eine Herausforderung darstelle.

Weitere Wünsche beinhalteten die aktuell viel diskutierte Erhaltung des ehemaligen katholischen Friedhofs als Erinnerungsstätte sowie die Nachfrage nach einer Gaststätte mit genügend großen Raum, um als Treffpunkt für Vereine zu fungieren.

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