Mehr Platz für Albachtens Grundschüler
Fertigbauklassen und zweite Schule

Münster-Albachten -

Albachtens Schullandschaft wird sich in den kommenden Jahren verändern: Die Stadt will eine neue Grundschule bauen und die Ludgerusschule erweitern.

Freitag, 08.06.2018, 20:00 Uhr

Auf dem Pausenhof der Ludgerusschule soll der von der Bezirksvertretung Münster-West befürwortete Container-Komplex mit den beiden zusätzlichen Klassenräumen installiert werden.
Auf dem Pausenhof der Ludgerusschule soll der von der Bezirksvertretung Münster-West befürwortete Container-Komplex mit den beiden zusätzlichen Klassenräumen installiert werden. Foto: sch

Im Hinblick auf die Grundschullandschaft in Albachten hat sich die Bezirksvertretung Münster-West auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend gleich mit zwei wichtigen Themen befasst: Dem geplanten Ausbau der Ludgerusschule sowie dem Bau einer weiteren Grundschule im künftigen Baugebiet Albachten-Ost.

Mit einstimmigem Votum hat sich das Stadtbezirksparlament dafür ausgesprochen, die Ludgerusschule um zwei Klassenräume in Fertigbauweise zu erweitern. Diese sollen in einem zweigeschossigen Container-Komplex auf dem Pausenhof installiert werden und passend zum Unterrichtsjahr 2019 / 2020 fertig gestellt sein. Die Kosten dafür werden vom städtischen Amt für Immobilienmanagement mit 491 500 Euro veranschlagt. Die Fertigbauklassen sollen der Grundschule – wie berichtet – „die notwendige Flexibilität bieten, kurzfristig auf weitere Klassenbildungen vor Ort reagieren zu können“.

Im Namen der CDU-Fraktion merkte Bezirksvertreter Christian Hinzmann an, dass man sich über das Erweiterungsprojekt freue. Allerdings gehe den Schülerinnen und Schülern durch die Aufstellung der Container-Klassen auf dem Pausenhof Bewegungsraum verloren. Deshalb sei es um so wichtiger, dass der marode Bolzplatz der Ludgerusschule endlich saniert werde.

Vorgesehen ist darüber hinaus, dass im wachsenden Albachten demnächst eine zweite Grundschule gebaut wird. Diese soll sich im bislang noch nicht realisierten Neubaugebiet Albachten-Ost befinden. Wie Ludger Watermann, Abteilungsleiter im städtischen Schulamt, den Bezirksvertretern erläuterte, ist daran gedacht, ein zweizügiges Schulgebäude zu errichten, das bei Bedarf dreizügig ausgebaut werden kann. Läuft alles unter Optimalbedingungen, dann könnte die neue Albachtener Grundschule mit dem Unterrichtsjahr 2022 / 23 den Betrieb aufnehmen.

Damit die Schule gebaut werden kann, soll ein Architektenwettbewerb durchgeführt werden, an dem 15 Büros teilnehmen dürfen. Diese werden sich allerdings nicht nur mit dem Albachtener Neubau sondern auch dem geplanten Bau einer neuen Grundschule in Sprakel beschäftigen. Die Architekten sollen einen Entwurf erarbeiten, nach dem beide Schulen quasi identisch errichtet werden können.

Laut Watermann ist ein derartiges Vorgehen möglich, da es in Sprakel und Albachten „gleiche Rahmenbedingungen“ gebe. Sogar die Flächen, auf denen die Schulen gebaut werden sollen, seien gleich ausgerichtet. Indem im Rahmen nur eines Wettbewerbs zwei Schulen auf einmal geplant würden, könne das Verfahren verschlankt und beschleunigt werden. Außerdem würden Kosten gespart. Die Verwaltung, so Watermann weiter, schlage diesen Weg nicht ohne Grund vor: „Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe.“ Darüber, wie es konkret weitergehen soll, wird nach dem jetzigen Stand Mitte September im Rat der Stadt Münster diskutiert.

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