SV Concordia Albachten
SV Concordia hofft auf Kunstrasen

Münster-Albachten -

Der Vorstand des SV Concordia Albachten hat dem städtischen Sportamt einen Dringlichkeitsantrag geschickt: Der Verein möchte möglichst bald einen Kunstrasenplatz für seine Fußballer.

Freitag, 15.06.2018, 20:00 Uhr

Vorsitzender Jürgen Bergs (r.) und Vereinskassierer Walter Schulze Blasum vom Führungsteam des Albachtener Sportvereins fordern einen Kunstrasenplatz für den SV Concordia. Dieser soll möglichst bald auf dem bisherigen Tennenplatz entstehen.
Vorsitzender Jürgen Bergs (r.) und Vereinskassierer Walter Schulze Blasum vom Führungsteam des Albachtener Sportvereins fordern einen Kunstrasenplatz für den SV Concordia. Dieser soll möglichst bald auf dem bisherigen Tennenplatz entstehen. Foto: sn

Beim SV Concordia Albachten schrillen die Alarmglocken: Das Vorstandsteam um den Vorsitzenden Jürgen Bergs hat große Sorgen, den aus Sicht des Vereins dringend benötigten Kunstrasenplatz nicht zeitnah zu bekommen. Zumal auch andere münsterische Sportvereine von der Stadt ein solches Areal fordern. „Wir haben das Gefühl, dass wir die Letzten auf der Liste sind“, sagt Bergs. Dabei sei ein Kunstrasengeläuf insbesondere für Concordias expandierende Fußballjugend absolut notwendig.

Dem städtischen Sportamt hat der Albachtener Verein bereits einen Dringlichkeitsantrag geschickt: „Der SV Concordia Albachten 1955 e.V. beantragt eine sofortige Wandlung des Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz“, heißt es in dem E-Mail-Schreiben. Darin verweist Bergs einmal mehr darauf, dass der beständig wachsende Verein allein in der Fußballabteilung 475 Mitglieder habe. 262 Nachwuchskicker unter 18 Jahren seien beim SV Concordia aktiv. In der kommenden Saison sollen stolze 16 Jugendmannschaften am Spiel- und Trainingsbetrieb teilnehmen.

Wie dem der E-Mail beigefügten Belegungsplan zu entnehmen ist, wird der Tennenplatz des Vereins ausgesprochen stark frequentiert – nicht nur von den Fußballteams, sondern vormittags auch von der Ludgerus-Grundschule und der Fußball-AG des Offenen Ganztags. Allerdings kann das Areal bei widrigem Wetter sowie in der kalten Jahreszeit oftmals nicht genutzt werden. „Gerade in diesem Winter war ein geordneter Trainingsbetrieb witterungsbedingt unmöglich. Es sind etliche Trainingseinheiten für die Kinder einfach ausgefallen“, heißt es in der E-Mail ans städtische Sportamt.

Aus Sicht des Concordia-Vorstands muss zügig gehandelt werden. Sorgenvoll blicken die Verantwortlichen auf die anstehenden Arbeiten im Zusammenhang mit dem Neubaugebiet Albachten-Ost, die den Trainingsbetrieb „räumlich drastisch einschränken“ würden: Bei der Erschließung des Areal werde die Hauptzufahrtsstraße über das Vereinsgelände geführt. Der Basketballplatz sowie ein für das Nachwuchstraining wichtiges Kleinrasenfeld gingen dadurch sofort verloren. Eine notwendige Ausgleichsfläche sei jedoch nicht vorgesehen.

Eine Umwandlung des Tennenplatzes in ein Kunstrasenareal könne dieses räumliche Defizit zumindest durch erhöhte Nutzungszeiten auffangen, erläutert Jürgen Bergs. Doch das sei nach seinen Informationen leider erst fürs Jahr 2021 geplant. Aus dem Blickwinkel des SV Concordia sei die schon bald ins Haus stehende räumliche Einschränkung insbesondere für die Jugendabteilung „überhaupt nicht tragbar“. Zumal der Verein sich in nächster Zeit für den „Zuzug von bald bis zu 3000 Neu-Albachtenern“ rüsten müsse. Darüber hinaus könne ein für die Jugendarbeit wichtiger Lehrgang höchstwahrscheinlich nicht in Albachten stattfinden, da dafür Kunstrasen gefordert werde.

Von der Sportverwaltung und der Politik fordert der SV Concordia ein zügiges Handeln zu seinen Gunsten. Zumal es nicht sein könne, dass der Verein in der städtischen Rangfolge für neue Kunstrasenplätze hintenan stehe, nur weil sein Tennenplatz besser in Schuss gehalten werde als manch anderes Gelände: „Da wir unsere Anlagen natürlich gut pflegen, ziehen andere, wesentlich kleinere Vereine vorbei. . .“

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