Bürgergemeinschaft „Alter Friedhof Albachten“
Alter Friedhof soll erhalten bleiben

Münster-Albachten -

Die Gemeinschaft der Albachtener Bürger, die sich für den Erhalt des Friedhofgeländes an der Dülmener Straße einsetzen, macht Druck: Von Politik und Kirche erwartet der Initiativkreis eine „zeitnahe Entscheidung“ darüber, was mit dem Gelände passieren soll.

Mittwoch, 04.07.2018, 22:00 Uhr aktualisiert: 05.07.2018, 11:48 Uhr
Blick auf das Friedhofsgelände an der Dülmener Straße. Die Bürgergemeinschaft „Alter Friedhof“ spricht sich dafür aus, das Gelände auch weiterhin unbebaut zu erhalten.
Blick auf das Friedhofsgelände an der Dülmener Straße. Die Bürgergemeinschaft „Alter Friedhof“ spricht sich dafür aus, das Gelände auch weiterhin unbebaut zu erhalten. Foto: sch

Bei der Unterschriftenaktion der Bürgergemeinschaft „Alter Friedhof Albachten“ haben sich mehr als 700 Unterzeichner dafür ausgesprochen, das kirchliche Friedhofsareal an der Dülmener Straße auch weiterhin zu erhalten. Von einer möglichen Bebauung – beispielsweise mit einem Feuerwehrgerätehaus – soll Abstand genommen werden. Dies geht aus einer Mitteilung der Bürgergemeinschaft hervor.

Wie der Initiativkreis darlegt, sind viele Albachtener darüber verwundert, dass es weder von Seiten der Kommunalpolitik noch von Seiten der katholischen Pfarrei Information darüber gibt, was aus dem Friedhofsgelände werden soll. Dabei habe die Stadtverwaltung zum Thema „Alter Friedhof“ in zwei Stellungnahmen, die in der Bezirksvertretung Münster-West publik wurden, erst vor wenigen Monaten doch klare Worte gesprochen.

In der Stellungnahme vom 20. Februar habe es geheißen: „Obwohl auf dem Friedhof seit 1986 nicht mehr bestattet wird, strahlt der Ort immer noch eine besondere Würde aus. Hiermit erscheint eine Neubebauung trotz Ende der festgelegten Ruhefrist von 30 Jahren nicht vereinbar. Angehörige der zuletzt bestatteten Personen wohnen noch heute in Albachten. Die Pietätsfrist sollte eine Generation über das Ende der Liegezeit hin­aus dauern, bevor eine Umnutzung der Fläche in Betracht gezogen wird.“

In einer weiteren Stellungnahme der Stadt Münster, die vom 23. Mai datiere, heiße es zudem, dass sich auf dem Friedhof eine gemischte Nutzung mit der Errichtung eines Feuerwehrgerätehauses und der Beibehaltung der Kriegsgräber schon allein aus Pietätsgründen verbiete, so die Bürgervereinigung.

Die Streiter für den Erhalt des alten Friedhofgeländes fühlen sich durch diese Stellungnahmen der Stadt in ihrer Auffassung bestätigt, dass das Areal nicht bebaut werden darf: „Pietätsgründe müssen für alle Gräber auf dem alten Friedhof gelten. Hier werden nicht nur die Kriegsgräber und die Grabstätten der Gemeindepfarrer in Ehren gehalten, hier pflegen Bürgerinnen und Bürger immer noch die Gräber naher Verwandter wie Eltern oder Geschwister“, heißt es in der Mitteilung der Bürgergemeinschaft weiter. Aktuelle Überlegungen, nur Teilflächen des Friedhofs zu bebauen, lehnt sie ausdrücklich ab. Kritisiert wird zudem, die „bisherige zögerliche Haltung“ der Pfarrei St. Liudger, die bei der Bürgergemeinschaft und ihren Unterstützern „auf Unverständnis und Befremden“ stoße.

Da mittlerweile alle Argumente im Hinblick auf den Erhalt beziehungsweise eine Bebauung des Friedhofs ausgetauscht worden seien, erwartet die Bürgergemeinschaft eine zeitnahe Entscheidung darüber, was passieren soll: „Leider sind weder von der Bezirksvertretung noch von kirchlichen Gremien klare Absichtserklärungen ausgesprochen oder gar Beschlüsse gefasst worden . . .“

Zum Thema

Wer sich für die Bürgergemeinschaft „Alter Friedhof“ interessiert oder ihre Arbeit unterstützen will, kann sich an Werner Rolf (Am Lindenkamp 22, 48163 Münster, E-Mail: Alter-Friedhof-Albachten@t-online.de) wenden.

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