KLJB Roxel
Fußballspaß auf dem Stoppelfeld

Münster-Roxel / ALbachten -

Die Roxeler Landjugend hatte zum mittlerweile 20. Mal in jährlicher Folge zu ihrem belieben Menschenkicker-Turnier eingeladen. 40 Teams waren dabei in Albachten mit von der Partie.

Montag, 13.08.2018, 18:22 Uhr

Hoch her geht es auf den Spielfeldern beim Menschenkicker-Turnier der Landjugend. Auch das Publikum hat dabei seinen Spaß.
Hoch her geht es auf den Spielfeldern beim Menschenkicker-Turnier der Landjugend. Auch das Publikum hat dabei seinen Spaß. Foto: ann

Auf ihren Trikots tragen die Fußballteams Namen wie „Kann nix“, „Trifft nix“ oder „Klappt nix“. Wenn die Mannschaften dann noch „Die RüPils“, „FC Energie Kopfnuss“ oder „Der Klügere kippt nach“ heißen, weiß man sofort: Hier geht es um Spaß. Tatsächlich hat das Menschenkicker-Turnier, das die Roxeler Landjugend (KLJB) traditionell nach der Kornernte auf einem Stoppelfeld veranstaltet, weniger mit regelrechtem Fußball als vielmehr mit Jux zu tun, denn alle Spieler sind – wie bei einem Tisch-Kickerspiel – an Stangen miteinander verbunden.

Im Jahr 1999 fand das erste Menschenkicker-Turnier der KLJB auf dem Feld von Lütke Brintrup in Roxel statt, die Idee hatten die Landjugendlichen aus Frankreich mitgebracht. Inzwischen ist das Turnier ausgefeilter und vor allem größer geworden. Damals gab es ein Spielfeld und 20 Teams, heute sind es zwei Spielfelder und 40 Mannschaften.

„Das Turnier ist sehr beliebt und ein Höhepunkt im Jahr. Wir hatten etliche Teams in der Warteschleife. Es sind sogar welche aus Lembeck und Recklinghausen gekommen“, sagte Mitorganisator Linus Holkenbrink. „Wir hätten auch mit 60 Mannschaften starten können, aber das wird irgendwann zu viel.“

Im Jubiläumsjahr waren die männlichen Teams in der Mehrzahl. „Eigentlich kann man als Mädchen hier nur verlieren“, bedauerte eine Spielerin aus der Mannschaft mit dem vielsagenden Namen „Jeder Schuss (k)ein Treffer“. „Aber es macht trotzdem einen riesigen Spaß.“ Das Jubiläumsturnier fand diesmal mit Blick auf die St.-Ludgerus-Kirche am Hof Brinkmann statt. Bewirtschaftet wird das dort genutzte Feld von Georg Billermann, der früher selber ein „Menschenkicker“ war.

Die Arbeiten waren in diesem Jahr aufwendiger. „Wir mussten das Feld wegen der Brandgefahr erstmal ordentlich wässern“, berichtete Linus Holkenbrink. Vorsorglich wurden auch schon Wasserschläuche ausgelegt, und erstmalig gab es einen kleinen Pool, gut knietief mit Wasser gefüllt. Knapp 200 große und kleine Strohballen sind verarbeitet worden. „Aber morgen Abend wird man nichts mehr davon sehen“, versicherte Sophia Rauße, Vorsitzende der Roxeler Landjugend.

Die Veranstalter kickten übrigens nicht mit. „Nur am Freitagabend, wenn alles fertig aufgebaut ist, dann probieren wir unter uns das Feld aus“, erklärte Rauße. Sie tragen die Last der Organisation und außerdem schicke Jubiläums-Strohhüte mit dem blauen Hutband „20 Jahre Meki“, an denen sie gut zu erkennen sind. Aber auch an die Zuschauer wurde gedacht. Sonnenbrillen gab es gratis. Allerdings nur für den, der 20 Bier bestellte.

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