Kinderbetreuung in Münsters Westen
210 zusätzliche Betreuungsplätze

Münster-West -

Die Stadt Münster will die Kinderbetreuung im Bezirk Münster-West verbessern: In Mecklenbeck und Roxel sind zwei neue Kitas geplant, und in Albachten soll der evangelische Kindergarten vergrößert werden.

Freitag, 07.09.2018, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 07.09.2018, 21:00 Uhr
Soll an seiner Südseite (l.) um einen Anbau für eine zusätzliche Gruppe erweitert werden: der Albachtener Claudius-Kindergarten.
Soll an seiner Südseite (l.) um einen Anbau für eine zusätzliche Gruppe erweitert werden: der Albachtener Claudius-Kindergarten. Foto: sch

Geht es nach dem Votum der Bezirksvertretung Münster-West, dann wird die Anzahl der Kinderbetreuungsplätze im Stadtbezirk in absehbarer Zeit deutlich gesteigert: Läuft alles wie vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien vorgesehen, dann dürfte es bis Mitte 2020 bis zu 210 neue Plätze geben. Abschließend darüber entscheiden sollen schon in wenigen Tagen der städtische Bauausschuss beziehungsweise der Rat.

Vorgesehen ist, dass in Mecklenbeck und Roxel zwei neue Kindertageseinrichtungen gebaut werden. Bei der größten davon, der in Roxel, handelt es sich um eine Sechs-Gruppen-Kita, die südlich des Nottulner Landwegs in der unmittelbaren Nähe der Autobahn angelegt werden soll. Sie soll im August 2020 in Betrieb gehen und 100 bis 110 Kinder aufnehmen können. Geplant sind zwei Gruppen für je 20 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren (G1), zwei Gruppen für je zehn Kinder unter drei Jahren (G2) sowie zwei Gruppen für je 20 bis 25 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren (G3). Die Errichtungs- und Einrichtungskosten werden mit 3,65 Millionen Euro veranschlagt.

Die neue Kita in Mecklenbeck wie derum soll am Meckmannweg am Rande des dortigen Neubaugebiets entstehen und im Juni 2020 ihre Arbeit aufnehmen. Geplant ist eine Vier-Gruppen-Kita mit bis zu 75 Betreuungsplätzen. Zwei Gruppen sollen je 20 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren (G1), eine Gruppe zehn Kinder bis drei Jahre (G2) und eine weitere Gruppe 20 bis 25 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren (G3) aufnehmen können. Vorgesehen ist, dass die Wohn- und Stadtbau GmbH als Investor die Tagesstätte baut und an einen freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe als Betreiber vermietet. Für Möbel und Inventar sollen – möglichst mit Landes- oder Bundesförderung – bis zu 240 000 Euro investiert werden.

In Albachten ist eine Erweiterung des evangelischen Claudius-Kindergartens am Wierling vorgesehen. Die Fünf-Gruppen-Einrichtung, in der aktuell 94 Mädchen und Jungen betreut werden, soll an ihrer Südseite einen Anbau für eine sechste Gruppe bekommen. In diesem sind ein Gruppen- und ein Gruppennebenraum, zwei Schlafräume, ein Waschraum und ein Abstellraum vorgesehen. Je nach Bedarf sollen bis zu 25 Kinder in dem Neubau betreut werden.

Die Investitionskosten, in denen auch die Umgestaltung beziehungsweise Wiederherstellung der Außenanlagen enthalten ist, werden mit 808 000 Euro beziffert. Da es sich um eine städtische Immobilie handelt, muss die Stadt das Geld aufbringen. Sie hofft dabei auf Landesmittel im Rahmen des Förderprogramms für Kinder unter drei Jahren.

Baubeginn in Albachten soll schon in diesem Dezember sein. „Es ist geplant, die Fertigstellung zum Beginn des Kindergartenjahres 2019 / 2020 zu realisieren“, heißt es in der Beschlussvorlage des Amts für Immobilienmanagement.

In der Bezirksvertretung stießen die städtischen Kita-Pläne fraktionsübergreifend auf einhellige Zustimmung.

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