Neubauprojekt im Herzen Albachtens
Baustart auf Sontheimer-Gelände

Münster-Albachten -

Nach mehrmonatiger Verzögerung wird nun doch noch gebaut: Die Realisierung des Wohnbauprojekts der WMO an der Dülmener Straße hat begonnen.

Mittwoch, 16.01.2019, 18:00 Uhr
Diese Planansicht aus luftiger Höhe zeigt, wie der Neubau der Wohnungsbaugenossenschaft auf dem ehemaligen Sontheimer-Gelände platziert werden soll. Mittendrin die zu erhaltende Rosskastanie.
Diese Planansicht aus luftiger Höhe zeigt, wie der Neubau der Wohnungsbaugenossenschaft auf dem ehemaligen Sontheimer-Gelände platziert werden soll. Mittendrin die zu erhaltende Rosskastanie.

Etliche Albachtener haben sich in den vergangenen Monaten gefragt, was aus dem Neubauprojekt der Wohnungsbaugenossenschaft Münster-Osnabrück eG (WMO) auf dem ehemaligen Sontheimer-Areal geworden ist. Wiederholt gab es Verwunderung darüber, warum das Projekt stillstand, obwohl die Rohbauarbeiten eigentlich schon für den Sommer vergangenen Jahres angekündigt worden waren. Jetzt geht es nun doch noch los: Seit wenigen Tagen wird auf dem Grundstück an der Ecke Dülmener Straße / Osthofstraße gearbeitet.

Keinen Hehl macht WMO-Vorstand Andreas van der Meulen daraus, dass sein Unternehmen das Neubauprojekt, das kostengünstigen genossenschaftlichen Mietwohnraum schaffen soll, nur allzu gerne erheblich früher in Angriff genommen hätte. Doch es seien der Wohnungsbaugenossenschaft von Verwaltung und politischen Gremien wiederholt Steine in den Weg gelegt worden. So habe es mehr als ein Jahr gedauert, bis die Baugenehmigung vorgelegen habe, es hätten unerwartete Umplanungen vorgenommen werden müssen. Zudem habe auch noch eine ältere Rosskastanie mitten auf dem Baugelände erhalten bleiben müssen.

Letzteres sei mit reichlich Aufwand und hohen Kosten verbunden und mache möglicherweise auch wenig Sinn, da es auch in Münster ein durch den Bakterienstamm „Pseudomonas syringae“ verursachtes Kastaniensterben gebe. Das städtische Grünflächenamt habe im Stadtgebiet sogar schon Kastanien fällen müssen. Den Baum durch eine Neuanpflanzung zu ersetzen, sei der WMO nicht erlaubt worden, ärgert sich van der Meulen. Er wundere sich, dass Projekte, die dringend benötigte preiswerte Wohnungen realisieren wollten, in Zeiten ständig steigender Baukosten durch lange und bürokratische Abläufe behindert würden.

Der WMO-Neubau auf dem ehemaligen, gut 1600 Quadratmeter großen Gaststätten-Gelände im Herzen Albachtens ist nicht von Pappe: Mit einem Investitionsvolumen von rund 5,1 Millionen Euro soll ein L-förmiges Wohn- und Geschäftshaus mit vier Etagen entstehen. In dessen Erdgeschoss wird es zwei gewerbliche Einheiten (192 Quadratmeter) sowie eine von der Caritas betriebene Tagespflege (284 Quadratmeter) geben.

In den darüber angesiedelten Stockwerken werden 17 barrierefreie Wohnungen entstehen, mit Größen zwischen 40 und 104 Quadratmetern. Für die Bewohner, die Mitglieder der Wohnungsbaugenossenschaft sein müssen, wird es zudem Kellerräume und Fahrradabstellplätze geben. Ein Aufzug und Pkw-Stellplätze sind ebenfalls vorgesehen. Erschlossen werden soll der Neubau über die Osthofstraße.

Andreas van der Meulen geht davon aus, dass das Albachtener Neubauprojekt „im dritten Quartal 2020“ fertiggestellt und bezugsfähig ist. Er hofft darauf, dass es insbesondere im münsterischen Ortsteil auf Interesse stößt: „Es sollen hier möglichst viele Albachtener ortsnah einziehen.“

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