Pfarrei St. Liudger
Glauben in den Alltag integrieren

Münster-West -

Das Interesse war groß: Viele aus der Pfarrei St. Liudger wollten beim Infoabend der katholischen Pfarrei erfahren, was es mit der Gemeinschaft Emanuel auf sich hat. Schließlich sind ihre Seelsorger dort Mitglieder.

Mittwoch, 16.01.2019, 19:00 Uhr
Gehören zur Gemeinschaft Emmanuel und stellten diese vor (v.l.): Cyrus van Vught, Schwester Regina Niemann, Veronique und Maik Pollmeyer sowie Martin Sinnhuber und Dr. Timo Weissenberg.
Gehören zur Gemeinschaft Emmanuel und stellten diese vor (v.l.): Cyrus van Vught, Schwester Regina Niemann, Veronique und Maik Pollmeyer sowie Martin Sinnhuber und Dr. Timo Weissenberg. Foto: cro

Der Andrang war groß im Roxeler Pfarrheim St. Pantaleon, sodass erst einmal noch eine Menge Stühle aufgestellt werden mussten. Denn der Abend versprach lang und spannend zu werden. Alle Gäste wurden von der selben Frage angetrieben: „Was hat es mit der Gemeinschaft Emmanuel auf sich, zu der die drei Priester unserer Gemeinde gehören?”

Die drei Geistlichen, Dr. Timo Weissenberg , Martin Sinnhuber und Cyrus van Vught, freuten sich über die rege Nachfrage. „Dabei sind wir Priester eher die Ausnahme in der Gemeinschaft”, betonte Weissenberg. Die Gemeinschaft, die 1972 in Frankreich gegründet wurde, sei ein Teil der katholischen Kirche. „Wir haben weltweit etwa 12 000 Mitglieder, davon sind nur rund 250 Priester, und wir sind eine Laiengemeinschaft, die auch von einem Nicht-Geistlichen geleitet wird.”

Dann stellten sich die Geistlichen, unterstützt vom Ehepaar Veronique und Maik Pollmeyer sowie Schwester Regina Niemann, die ebenfalls zur Gemeinschaft gehören, den Fragen. Die Mitgliedschaft sei „eine besondere Art, unseren Glauben intensiv zu leben und in den Alltag zu integrieren”, erläuterte Veronique Pollmeyer. Zentral dabei sei der Gedanke, dass Gott jeden Moment anwesend sei und die Gläubigen alle wie Geschwister seien.

Die Gemeinschaft Emmanuel wurde im Rahmen einer „charismatischen Erneuerung” in Frankreich gegründet. „Es gibt dort nicht die festen Strukturen in der Kirche wie in Deutschland, sondern dort ist alles wesentlich lockerer, sodass Bewegungen oft von Frankreich ausgehen”, so Pollmeyer. Auch Pastor Martin Sinnhuber hat eine besondere Verbindung zu Emmanuel: „Durch die Gemeinschaft bin ich zum Priesteramt gekommen.”

Offiziell handelt es sich bei der Gemeinschaft Emmanuel um eine allen zugängliche Vereinigung katholischer Laien öffentlichen Rechtes. „Auch wenn immer mal wieder die Idee aufkommt, dass wir eine Sekte sind: Das sind wir sicher nicht”, stellte Weissenberg klar. Vielmehr sei es eine Art, besondere Nähe zum Glauben und zu Gott zu leben. Das werde auch vom Bischof akzeptiert, Priester bekämen gegebenenfalls sogar eine Freistellung, um die Aufgaben der Gemeinschaft auszuführen. „Man sieht also, dass die katholische Kirche viel mehr zu bieten hat als nur die Gemeinde, in der man lebt”, ergänzte Maik Pollmeyer.

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