„Mobil in Albachten – aber wie?“
Bahnsteigerhöhung und Busspur in die City nötig

Münster-Albachten -

Rund ums Thema „Mobilität und Öffentlicher Personnennahverkehr“ ging es bei der jüngsten Bürgerversammlung der Albachtener SPD.

Mittwoch, 30.01.2019, 20:00 Uhr
Diskutierten mit den Bürgern über Mobilität in Albachten: Ulrike Czerny-Domnick und Manfred Rösmann.
Diskutierten mit den Bürgern über Mobilität in Albachten: Ulrike Czerny-Domnick und Manfred Rösmann.

Im Hinblick auf die Mobilität und den Öffentlichen Personennahverkehr kann in Albachten noch so einiges verbessert werden. Das wurde bei der Bürgerversammlung des SPD-Ortsvereins im „ Haus der Begegnung “ einmal mehr deutlich. Sie stand unter der Überschrift „Mobil in Albachten – aber wie?“.

„Der Stadtteil Albachten wird in den nächsten Jahren deutlich wachsen und damit auch der innerörtliche Verkehr. Darauf müssen wir vorbereitet sein“, betonte die Ortsvereins-Vorsitzende Ulrike Czerny-Domnick in ihrer Begrüßungsansprache.

Die Versammlungsteilnehmer waren sich schnell einig darin, dass am Albachtener Schienenhaltepunkt eine Bahnsteigerhöhung unbedingt erforderlich ist. Der Tunnel unter den Gleisen müsse barrierefrei gestaltet werden. Dies sei auch deshalb erforderlich, damit das geplante Wohngebiet „Laukamp“ per Fahrrad, mit dem Kinderwagen sowie von Senioren mühelos erreichbar sei. Zudem müsse die Taktung von Bus und Bahn so geändert werden, dass Bahnreisende problemlos in den wartenden Bus einsteigen könnten.

Mit Blick auf die Buslinie 15, die von Albachten zum münsterischen Hauptbahnhof fährt, soll nach Ansicht vieler Versammlungsteilnehmer deren 20-Minuten-Takt auf 15 Minuten verkürzt werden. „Besser wäre es noch, wenn die Linie 16 bis nach Albachten fahren würde, sodass dann bei einer Überarbeitung der Fahrzeiten ein Zehn-Minuten-Takt von Albachten in die Innenstadt möglich wäre“, hieß es weiter.

Darüber hinaus wurde bei der Bürgerversammlung deutlich, dass man nur allzu gerne eine Ringverbindung von Albachten über Roxel hin zu den Klinken eingerichtet sehen würde: „Dann könnte man das Auto des Öfteren stehen lassen“, so eine Teilnehmerin. Und um kürzere Fahrzeiten im Öffentlichen Personennahverkehr zu unterstützen, sei es sinnvoll, eine separate Busspur von Albachten in Richtung Innenstadt zu bauen.

Auf der Dülmener Straße gilt es laut einer Mitteilung des SPD-Ortsvereins, den Vorrang des Verkehrs zugunsten von Mitbürgern mit Versorgungsbedarf zu minimieren. „Eine Entschleunigung des Verkehrs würde die Gefahren für ältere und behinderte Menschen sowie für die Schulkinder dort deutlich reduzieren und für mehr Aufenthaltsqualität sorgen“, sei die Ansicht etlicher Versammlungsteilnehmer gewesen. Dem könne man näher kommen, wenn die Ampelanlage in Höhe der Bäckerei Kisfeld kürzere Anforderungszeiten bekomme, schlanke Aufpflasterungen die Geschwindigkeit der Fahrzeuge reduzierten und im Bereich des Edeka-Markts eine neue Ampelanlage installiert würde.

„Wir müssen uns auch in Albachten auf die Elektromobilität vorbereiten“, forderte Ortsvereins-Vorstandsmitglied Holger Wigger. So sollten im Zentrum und am Bahnhof Pkw- und Fahrradladestationen installiert werden.

Darüber hinaus fordert der SPD-Ortsverein schon seit längerer Zeit ein Verkehrskonzept für den Heimatort. „Der Masterplan ,Mobilität Münster 2035 plus‘ kommt für uns zu spät“, hob Manfred Rösmann, Mitglied im städtischen Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen, hervor: „Wir benötigen Lösungen in den nächsten Jahren, die die sich abzeichnenden Mobilitätsprobleme aufnehmen und zeitnah umsetzen.“

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