Katholische öffentliche Bücherei St. Ludgerus
„Vorlese-Opa“ begeistert die Kinder

Münster-Albachten -

Für Herbert Jestram war es eine gelungene Premiere: In der Albachtener Pfarrbücherei versuchte er sich als Vorleser und zog damit den Nachwuchs in seinen Bann.

Donnerstag, 31.01.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 17:58 Uhr
Premiere: Erstmals versuchte sich Herbert Jestram in der katholischen öffentlichen Bücherei St. Ludgerus als „Vorlese-Opa“. Die Geschichten, die er vortrug, kamen beim gespannt lauschenden Nachwuchs bestens an.
Premiere: Erstmals versuchte sich Herbert Jestram in der katholischen öffentlichen Bücherei St. Ludgerus als „Vorlese-Opa“. Die Geschichten, die er vortrug, kamen beim gespannt lauschenden Nachwuchs bestens an. Foto: sn

Durch Schneeflocken bahnt er sich den Weg. Herbert Jestram hat am Mittwochnachmittag ein Ziel: die öffentliche Bücherei der Albachtener St.-Ludgerus-Gemeinde. Als er das warme Gebäude betritt, warten schon etliche Kinder auf ihn. Für sie ist er der „Vorlese-Opa“.

Und auch für Herbert Jestram ist der Tag ein ganz besonderer: „Ich lese zum ersten Mal öffentlich vor.“ Den Kontakt hat Bücherei-Mitarbeiterin Rita Wolking hergestellt. Sie fragte, ob er Lust habe, Geschichten und Märchen vorzulesen. Jestram sagte sofort zu. „Wir wollen sehen, wie das ankommt“, meint Wolkings Kollegin Susanne Reckmann .

Die Bücherei-Mitarbeiter sehen sich als gutes Team: „Da macht es Spaß, auch einmal etwas Neues auszuprobieren“, so Reckmann. Natürlich, das Ganze brauche auch seine Anlaufzeit. Wolking stellte aber sofort klar: „Egal, wie viele heute kommen. Er liest gerne vor.“

Herbert Jestram ist noch ein ganz junger Vorlese-Opa. 64 Jahre alt ist er, und er kommt aus Albachten. Einen Enkel hat er, dem er regelmäßig Geschichten vorliest. In der St.-Ludgerus-Bücherei ist die Runde etwas größer. „Das Vorlesen soll dazu führen, dass die Kinder selbst Spaß am Lesen bekommen“, meint er. Er möchte, dass die Jungen und Mädchen selbst Schmöker vorschlagen, die er dann vortragen kann. Auswahl gibt es in der Bücherei natürlich genug.

„Ich höre lieber zu als selbst zu lesen“, meint ein Junge: „Dann versteht man mehr.“ So wie ihm geht es vielen jungen Buchfreunden. Sie freuen sich auf den Vorlese-Opa, der sich sogleich in die Mitte setzt und sofort das erste Buch vom Nachwuchs angereicht bekommt. Es geht um „Wickie und die starken Männer“, die es mit dem „Geheimnis von Burg Eisenstein“ zu tun haben. Und dann erhebt Opa Herbert die Stimme – und liest die ersten Wörter vor.

„Langsam und mit Pausen“, das sei seine Technik, so der Vorlese-Neuling. Angenehm gemütlich klingt das. Und die vielen Bilder im Buch zeigt Vorlese-Opa Herbert auch noch in die Runde. Richtig spannend wird es. „Die Kinder können sich in ihre eigene Welt versetzen“, so Susanne Reckmann. Alle Bücher, die an diesem Tag vorgelesen werden, sind „Wunsch-Bücher“, die von den Kindern selbst ausgesucht wurden. „Ich lese bis zum Ende der Öffnungszeit um 17.30 Uhr“, verspricht Opa Herbert. Eine lange und gelungene Premiere.

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An den folgenden Terminen kommt der „Vorlese-Opa“ wieder in die St.-Ludgerus-Bücherei: 27. Februar, 27. März, 24. April, 29. Mai und 26. Juni, jeweils ab 16 Uhr.

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