Kleiderkammer Albachten
Reichlich Textilien für Bedürftige

Münster-Albachten -

Im September soll das Jubiläum gebührend gefeiert werden: Die Kleiderkammer im ehemaligen Pfarrhaus an der Osthofstraße besteht seit 25 Jahren.

Freitag, 01.02.2019, 20:00 Uhr
Jeden Dienstag öffnen die Mitarbeiterinnen im ehemaligen Pfarrhaus an der Osthofstraße die Kleiderkammer-Türen.
Jeden Dienstag öffnen die Mitarbeiterinnen im ehemaligen Pfarrhaus an der Osthofstraße die Kleiderkammer-Türen.

Auf ein Vierteljahrhundert erfolgreiche karitative Arbeit kann in diesem Jahr die Albachtener Kleiderkammer zurückblicken. Das beachtliche Jubiläum soll im September gebührend gefeiert werden. Im münsterischen Stadtteil hat sich die Kleiderkammer, die allwöchentlich geöffnet ist, im Laufe der Jahrzehnte fest etabliert. Sie steht seit Kurzem unter neuer Leitung.

Als Nachfolger von Gertrud Weilke hat Peter Duschicka Ende vergangenen Jahres die organisatorische Leitung der von der Albachtener Gemeindecaritas getragenen Einrichtung übernommen. Der 57-Jährige wohnt seit 2004 in Albachten, stammt vom Niederrhein, ist Ruheständler und seit rund zwei Jahren in der Caritas aktiv. Ihn zur Seite steht Werner Rolf (64), der sich schon seit 2010 in der Gemeindecaritas engagiert und deren Kassenführer ist.

Ein zwölfköpfiges Team von Ehrenamtlichen, zu dem neben den beiden Männern zehn Frauen zählen, sorgt dafür, dass die Kleiderkammer jeden Dienstag Bedürftigen ihre Dienste anbieten kann. War sie in den Anfangsjahren im einstigen Albachtener Aussiedlerwohnheim untergebracht, so befindet sich die Kammer schon seit langer Zeit im ehemaligen Pfarrhaus an der Osthofstraße. Dort haben die Alexianer ihr drei große beheizte Kellerräume mietfrei zur Verfügung gestellt.

Dienstags von 14.30 bis 16 Uhr nimmt das fleißige Team der Ehrenamtlichen Kleiderspenden an. Ausgegeben werden die Textilien dann von 16.30 bis 18 Uhr. Bei denen, die von dem umfangreichen Angebot Gebrauch machen und gegen einen geringen Schutzobolus wärmende Mäntel, Jacken, Pullover, Kleider, Hemden, Schuhe und vieles andere mehr abholen, handelt es sich größtenteils um Bedürftige aus Albachten: „Die meisten der Leute kennen wir. Viele kommen immer wieder“, sagt Peter Duschicka. Vielfach seien es Mitbürger, die auch auf die örtliche Lebensmittelausgabe angewiesen seien.

Ausgegeben und als Spenden angenommen werde nur gut erhaltene und saubere Bekleidung sowie Schuhe, betont Werner Rolf. Glücklicherweise komme es nur vereinzelt vor, dass unbrauchbares Spendengut abgegeben werde. Dieses werde sofort aussortiert und entsorgt.

Vieles von dem, was gespendet werde, gehe oftmals schon am gleichen Tag weg. Manchmal seien teure Markentextilien oder auch ausgefallene Bekleidungsstücke dabei, berichten die Kleiderkammer-Mitarbeiter. Beispielsweise wurde von einer Albachtenerin unlängst ein lila Ballkleid abgegeben. Wenn jemand Bekleidung spende, dann spiele heutzutage auch der Umweltgedanke eine Rolle. Und wer sich mit Kleidung aus der Kammer versorge, verzichte oftmals bewusst darauf, bei einer Billigtextilkette einzukaufen.

Dass Kleidungsstücke im Pfarrheimkeller Staub ansetzen, kommt laut Duschicka und Rolf übrigens gar nicht vor: „Ladenhüter werden schnell aussortiert und ans DRK weitergegeben“, sagen die beiden. Ihrer Auskunft nach ist auch kein Missbrauch des karitativen Angebots – beispielsweise durch unerwünschte Wiederverkäufer – zu beklagen. Einmal sei ein solcher Händler aus Bremen angereist und habe sich mit einem Pauschalangebot den Bestand der Kleiderkammer sichern wollen. Dem dreisten Mann sei sofort die „rote Karte“ gezeigt worden.

Mit dem Geld, das bei der Kleiderausgabe zusammenkommt, werden immer wieder verschiedene Projekte unterstützt. Gefeiert werden soll das Jubiläum „25 Jahre Kleiderkammer“ am 22. September. Begonnen wird um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst in St. Ludgerus. Ihm schließt sich ein Empfang im Pfarrzentrum an.

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