Gutes Rezept für Integration
Gaumenschmaus für Alexianer-Gruppe

Münster-Albachten -

Albachten: Behinderte Menschen kochen gemeinsam mit Carmelo Caputo

Mittwoch, 10.04.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 16.04.2019, 18:26 Uhr
Der münsterische Gastronom Carmelo Caputo (2.v.r.) und Küchenchef Robert Kloppenborg (5.v.r.) kochten mit der Albachtener Alexianer-Wohngruppe rund um Gruppenleiter Markus Spielbrink (3.v.r.). Den Kontakt zu den Kochexperten hatte Dr. Martina Klein (r.) von den Alexianern hergestellt.
Der münsterische Gastronom Carmelo Caputo (2.v.r.) und Küchenchef Robert Kloppenborg (5.v.r.) kochten mit der Albachtener Alexianer-Wohngruppe rund um Gruppenleiter Markus Spielbrink (3.v.r.). Den Kontakt zu den Kochexperten hatte Dr. Martina Klein (r.) von den Alexianern hergestellt. Foto: Alexianer

Es gab „Uovo Raviolo auf Strauchtomatensugo und frittiertem Salbei“. Und das war nur einer von drei Gängen. Die Bewohner der Alexianer-Wohngruppe „Haus Sebastian“ konnten sich über exquisiten Gaumenschmaus freuen. Sie selbst waren es, die die Speisen in der Küche zubereiteten. Zwei ausgewiesene Experten halfen dabei: der Gastronom Carmelo Caputo und Küchenchef Robert Kloppenborg vom „Ristorante Villa Medici“.

Die Schürze umgelegt und schon ging es los: Sechs der Bewohner, Menschen mit unterschiedlichen geistigen Beeinträchtigungen, fingen an, Gemüse zu schnippeln, Kräuter zu frittieren und das „Raviolo“ vorzubereiten. „Ich habe Teig geknetet und geformt und dann in den Kühlschrank gegeben“, sagte der 26-jährige Felix Schöpper, der seit gut zwei Jahren in der Wohngruppe ist und schon Erfahrung in Alexianer-Gastronomiebetrieben sammeln konnte. Derzeit arbeitet er auch bei einem Getränkeauslieferungsdienst. Für seine Mitbewohnerin kocht er regelmäßig. Was ihm an der Kochaktion gefällt? „Der Teamgeist. Alle arbeiten Hand in Hand.“

Carmelo Caputo war schnell begeistert: „Die machen das gut. Sie sind handwerklich begabt“, sagte er über seine neuen Kochschüler. Ganz bewusst hatte er das Gericht nicht vereinfacht. Das Rezept, die Zutaten, die Arbeitsfolge: alles genauso wie auch im Restaurant.

Für ihn war es selbst eine Premiere. Kochkurse hat er schon gehalten, aber noch nicht mit behinderten Menschen. Das mache aber auch keinen Unterschied: „Hier sind keine Grenzen gesetzt.“ Und als alles ganz wie am Schnürchen klappte, meinte Caputo: „Alles ganz easy.“

Obwohl sich die Speisen doch ganz schön anspruchsvoll, aber umso schmackhafter anhörten. Es gab auch noch „Saltimbocca von der Maispoulade mit Gemüsebrick und Risoleé-Kartoffel“ sowie „Crème Bulée mit Mangosorbet“. Das Beste: Am Ende konnte das Spitzenmenü auch noch genüsslich verspeist werden. Alexianer-Gruppenleiter Markus Spielbrink war zufrieden: „Das ist eine schöne Aktion, eine gute Sache.“

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