In Albachten wird eine Umweltinitiative gegründet
„Global denken und lokal handeln“

Münster-Albachten -

Das Interesse war beachtlich: Zahlreiche Interessierte waren mit von der Partie, als es im Pfarrheim St. Ludgerus darum ging, eine örtliche Umweltinitiative aus der Taufe zu heben.

Mittwoch, 15.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 17.05.2019, 17:56 Uhr
Viele Ideen und Anregungen wurden gleich zum Start der Albachtener Umweltinitiative auf bunten Zetteln zusammengetragen. Sie wurde von Ruth Epping und Elmar Stevens (1.u.2.v.r.) ins Leben gerufen. Etliche Albachtener wollen mitmachen.
Viele Ideen und Anregungen wurden gleich zum Start der Albachtener Umweltinitiative auf bunten Zetteln zusammengetragen. Sie wurde von Ruth Epping und Elmar Stevens (1.u.2.v.r.) ins Leben gerufen. Etliche Albachtener wollen mitmachen. Foto: ann

Aufbruchstimmung in Albachten: Umweltschutz soll kein leeres Wort bleiben, die Zeit ist reif für eine Umweltinitiative – das dachten Dr. Ruth Epping und Elmar Stevens . Und sie rannten mit ihrer Idee offene Türen ein: Etwa 30 Albachtenerinnen und Albachtener nahezu jeder Altersklasse waren ihrer Einladung in den Keller des katholischen Pfarrheims gefolgt. Was kann man in Albachten besser machen?

Die Initiatoren waren beeindruckt über so viel Interesse an diesem Thema. „Global denken und lokal handeln, das ist das Motto für die Nachhaltigkeit. Umweltschutz hat immer auch einen sozialen Aspekt“, erklärte Elmar Stevens, der als Landschaftsökologe und Geograf auch beruflich mit diesem Thema zu tun hat.

Auch Ruth Epping, die als Kinderärztin an der Uni arbeitet, ist umweltbewusstes Handeln sehr wichtig. „Viele andere wollen das vielleicht auch, aber sie wissen nicht wie und wo sie damit anfangen können“, vermutet sie. Aus dem Umweltthema eine Gemeinschaftsaktion zu machen, viele Menschen zu erreichen, zu motivieren und ganz pragmatische Handlungshilfen aufzuzeigen, das war die Grundidee für die Initiative.

Viele gute Ideen blitzten an diesem Abend im Keller des Pfarrheims auf. Auf bunten Zetteln wurden sie gesammelt. Sie reichten von Vorschlägen zum Thema Verkehr (Stadtteilauto, Stadtteil-Lastenfahrrad und zeitlich angepasste Zug-Bahntaktung) über Flohmärkte und Tauschbörsen (für Bekleidung oder für nur gelegentlich gebrauchte Haus- und Gartengeräte), verschiedene Aktionen (Vogel- oder Waldspaziergänge, Vorträge, Exkursionen), Kurse für Dinge, die man selber machen kann (Spül- und Putzmittel, Bier), bis hin zu einem Reparatur-Café, Gestaltungstipps für bienenfreundliche Gärten und einem kostengünstigen gemeinsamen Großeinkauf.

Auch ein „Albachten-Siegel“ für hausgemachte Produkte wurde vorgeschlagen, die zum Beispiel auf dem Albachtener Weihnachtsmarkt verkauft werden könnten. Ein Feuerwerk guter Ideen – allerdings braucht jede Idee einen Motor, also jemand, der sie sich auf seine persönliche Agenda schreibt und daran arbeitet, sie umzusetzen. Solche motivierten Mitmacher zu finden, wird Aufgabe der nächsten Wochen sein.

„Wir müssen da auch erst reinwachsen. Wir können und wollen nicht alles selber machen“, sagte Ruth Epping. Auch der Name und das Logo für die Initiative sollen über einen Wettbewerb an den Albachtener Schulen und in den Kitas gefunden werden. Der könnte dann zur Gründungsaktion, bei der eine Eiche gepflanzt werden soll, verkündet werden.

Zum Thema

Alle, die bei der Albachtener Umweltinitiative mitmachen wollen, können sich ab sofort per E-Mail (umweltschutz-albachten@gmx.de) in die Mailliste eintragen und so zeitnah über weitere Vorhaben informiert werden.

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