Für einen guten Zweck auf Achse
Mit dem Rennrad über die Alpen

Münster-Albachten -

Der Albachtener Michael Hansen nimmt an einer Benefiz-Radtour von Mailand nach Süddeutschland teil. Es geht darum, das RTL-Kinderhaus im niedersächsischen Peine zu unterstützen.

Dienstag, 28.05.2019, 19:00 Uhr
Radelt ab dem 30. Juni mit seinem Rennrad für einen guten Zweck in sieben Tagen von Mailand über die Alpen nach Hallbergmoos in Bayern: der Albachtener Michael Hansen.
Radelt ab dem 30. Juni mit seinem Rennrad für einen guten Zweck in sieben Tagen von Mailand über die Alpen nach Hallbergmoos in Bayern: der Albachtener Michael Hansen. Foto: sch

Wenn es darum geht, ausdauernd und kräftig in die Pedale zu treten und damit Gutes zu tun, dann kennt sich Michael Hansen (25) bestens aus. Zum mittlerweile vierten Mal nimmt der Albachtener an einer international besetzten Benefiz-Radtour teil, bei der Spenden für Hilfsprojekte gesammelt werden. In diesem Jahr wird von den deutschen Teilnehmern das RTL-Kinderhaus im niedersächsischen Peine unterstützt.

Am 30. Juni geht es für Hansen wieder los. Per Rennrad will er zusammen mit zirka 430 anderen Teilnehmern in sieben Tagen von Mailand bis nach Hallbergmoos in der Nähe von München fahren. Die Route führt über den in 1370 Meter Höhe gelegenen Brennerpass. Die Tagesziele, die von Mailand aus angesteuert werden, sind Montichiari, Cavaion Veronese, Trento, Brixen, Innsbruck, Bad Aibling und als Ziel dann Hallbergmoos.

Da jede Etappe über zwei unterschiedlich schwere und unterschiedlich lange Routen angefahren werden kann, können eifrige und konditionsstarke Teilnehmer im Rahmen der Benefiz-Radtour 830 Kilometer mit 10 700 Höhenmetern zurücklegen. Wer es leichter haben will, kann im Idealfall mit 658 Kilometern und 5860 Höhenmetern auskommen. Welche Herausforderung er annehmen will, möchte der Albachtener erst beim Start der Tour entscheiden. Vorab will er in den kommenden Tagen verstärkt Trainingskilometer sammeln, denn statt mit einem Trekkingbike ist er diesmal mit einen Rennrad auf Achse. Das dürfte es ihm deutlich leichter machen. Darüber hinaus, so sagt er, „werde ich jetzt täglich trainieren“. Die Form soll verbessert und im Teutoburger Wald so mancher steile Anstieg bewältigt werden.

Veranstalter der siebentägigen Tour ist die gemeinnützige Global Biking Initiative (GBI). Bei ihr handelt es sich um ein internationales Netzwerk von Fahrradfahrern, bei dem sportlich ambitionierte Idealisten antreten, um radelnd etwas Gutes zu tun. Der Erlös der Tour, die seit 2008 jährlich stattfindet, kommt stets einem wohltätigem Zweck zugute. Hansen muss die Tourkosten aus eigener Tasche bezahlen und eine Mindestspende von 200 Euro beisteuern. Außerdem werden die Teilnehmer gebeten, Freunde, Bekannte, Verwandte und Firmen darum zu bitten, sie als Sponsoren zu unterstützen. Dies kann über die Internetseite www.gbi-ev.org erfolgen. Wer da unter dem Button „Gutes tun“ Hansens Steckbrief anklickt, für den öffnet sich ein Spendenformular. Dort kann der entsprechende Betrag eingefügt werden, Spendenquittungen gibt es auch.

Auf der landschaftlich einzigartigen Radtour über die Alpen werden Teilnehmer aus Griechenland, Ungarn, Italien, Luxemburg, Malta, Norwegen, Rumänien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden sowie aus arabischen Staaten mit dabei sein. Gut möglich, dass Michael Hansen dabei seinen internationalen Bekanntenkreis erweitern kann, denn beim gemeinsamen Radeln über Hunderte von Kilometern gibt es reichlich Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. So verwundert es nicht, dass der Albachtener, der eine Ausbildung zum Zweirad-Mechatroniker macht, sich unlängst über Geburtstagsglückwünsche aus Indien freuen konnte. Seine bislang absolvierten GBI-Benefiz-Radtouren führten ihn von Wien nach Berlin (2016), London nach Neuss (2017) sowie von Göteborg nach Hamburg (2018). Und in Kürze soll‘s nun von Italien in oberbayerische Gefilde gehen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6648462?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F131%2F
Nachrichten-Ticker