DB-Schienenhaltepunkt Albachten
Bahnhof soll barrierefrei werden

Münster-Albachten -

Läuft alles so, wie es das Amt für Mobilität und Tiefbau vorschlägt, dann wird der Albachtener Bahnhof in gut drei Jahren modernisiert. Zwei Aufzüge und die Anhebung der Bahnsteige sind vorgesehen.

Freitag, 14.06.2019, 19:00 Uhr
Blick auf den Albachtener Schienenhaltepunkt, der demnächst barrierefrei werden soll. Zwei Aufzüge sind geplant, ebenso die Erhöhung der Bahngleise.
Blick auf den Albachtener Schienenhaltepunkt, der demnächst barrierefrei werden soll. Zwei Aufzüge sind geplant, ebenso die Erhöhung der Bahngleise. Foto: sch

„Absolut erfreulich, dass das jetzt in die Wege geleitet wird.“ Dr. Gerhard Bonn vom Vorstand der Kommunalen Seniorenvertretung Münster ist hoch erfreut über die Nachrichten aus dem städtischen Amt für Mobilität und Tiefbau: Laut einer öffentlichen Beschlussvorlage, über die am 27. Juni im Planungsausschuss entschieden werden soll, ist vorgesehen, den Albachtener Schienenhaltepunkt barrierefrei auszubauen. Rund 2,44 Millionen Euro sollen dafür locker gemacht werden.

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie hat ein Essener Gutachterbüro den Bahnhof im münsterischen Ortsteil im vergangenen Jahr eingehend unter die Lupe genommen und Handlungsempfehlungen für notwendige Veränderungen vorgelegt. Immer wieder hatte es von Seiten der Albachtener Politik, von Anwohnern und Senioren in den vergangenen Jahren – wie berichtet – Beschwerden über den viel zu steilen und zu engen Gleisunterführungstunnel gegeben, der alles andere als barrierefrei ist.

Auch das Gutachterbüro stellt klar, dass die Unterführung starke Mängel hat: „Eine Nutzung der in die Treppen integrierten Rampe durch Rollstuhlfahrer, Personen mit Kinderwagen oder Rollatoren ist aufgrund der starken Neigung praktisch nicht möglich“, heißt es in der Beschlussvorlage des Amts für Mobilität und Tiefbau. Um Abhilfe zu schaffen, wurden drei Vorschläge gemacht, von denen einer realisiert werden soll.

Die vom Amt favorisierte Variante sieht vor, „die Personenunterführung zur Unterquerung der Bahngleise in ihrer Lage, Breite und Höhe unverändert“ zu lassen. Allerdings soll sie in Teilen umgebaut werden. Denn um Barrierefreiheit zu schaffen, sollen an beiden Enden der Gleisunterführung Aufzüge mit einem Kabinenmaß von 1,10 Meter mal 2,10 Meter mal 0,90 Meter installiert werden. Damit könnten auch Personen, die die Treppen ansonsten nicht bewältigen können, den Tunnel nutzen und die Gleise unterqueren.

Die Stadt rechnet damit, dass die reine Bauzeit zur Umsetzung der Maßnahme etwa fünf bis sechs Monate betragen wird. Die Planungskosten werden mit 560 000 Euro veranschlagt, die Baukosten wiederum mit 1,88 Millionen Euro. Bis Nägel mit Köpfen gemacht werden, dürfte es allerdings noch ein Weilchen dauern: „Die Vorlaufzeit beträgt 3,5 Jahre“, stellt das Amt für Mobilität und Tiefbau klar. Das sei ein Wermutstropfen bedauert Seniorenvertreter Bonn. Er hätte sich ein zügigeres Handeln gewünscht.

Ausdrücklich begrüßt wird von ihm, dass im Zuge des barrierefreien Ausbaus des Albachtener Schienenhaltepunkts zeitgleich auch die Bahnsteige erhöht werden sollen. Darum will sich die Deutsche Bahn als Eigentümerin in Eigenregie kümmern. Auch das hält das Vorstandsmitglied der Kommunalen Seniorenvertretung ebenso wie das für Sehbehinderte und Blinde vorgesehene Wegeleitsystem für absolut notwendig.

 

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