Ludgerusschule Albachten
Alle danken ihrer „Strüwi“

Münster-Albachten -

Im „Haus der Begegnung“ war allerhand los: Viele wollten mit dabei sein, als Ulrike Strüwe-Beumer aus dem aktiven Berufsleben verabschiedet wurde. Nach 27 Jahren auf dem Leitungsposten verlässt die Pädagogin die Ludgerusschule.

Donnerstag, 11.07.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 15.07.2019, 18:38 Uhr
Großer Bahnhof für die scheidende Pädagogin: Die Leiterin der Ludgerusschule, Ulrike Strüwe-Beumer (2.v.l.), wurde am Mittwochabend im „Haus der Begegnung“ verabschiedet. Nach 27 Jahren geht sie in den Ruhestand. Zum Abschied schenkte sie der Schule ein Werk von Friedensreich Hundertwasser mit dem Titel „Der große Weg.“
Großer Bahnhof für die scheidende Pädagogin: Die Leiterin der Ludgerusschule, Ulrike Strüwe-Beumer (2.v.l.), wurde am Mittwochabend im „Haus der Begegnung“ verabschiedet. Nach 27 Jahren geht sie in den Ruhestand. Zum Abschied schenkte sie der Schule ein Werk von Friedensreich Hundertwasser mit dem Titel „Der große Weg.“ Foto: rkr

Stefanie Sawukaytis begrüßte als stellvertretende Schulleiterin der Ludgerusschule die Gäste, die ins „ Haus der Begegnung “ gekommen waren, um die langjährige Schulleiterin Ulrike Strüwe-Beumer zu verabschieden. Sie war die erste einer langen Reihe von Rednern, die sich für die gute Zusammenarbeit bedankten.

Thomas Sandfort sprach für das Lehrerkollegium und zitierte ein Lied von Rolf Zuckowski: „Alte Schule, altes Haus . . .“. Er zog mehrere Parallelen und endete mit dem Satz: „Strüwi, wir danken Sie!“

Strüwi ist der Spitzname der allseits beliebten Pädagogin, die 1953 in Dülmen geboren wurde und 1977 das Staatsexamen ablegte. Sie arbeitete in Gelsenkirchen, Greven und Gladbeck, bevor sie 1982 zur Beamtin auf Lebenszeit ernannt wurde. Im selben Jahr heiratete sie Heinz Beumer, der ebenfalls als Lehrer tätig war. Nächste Station auf ihrem Weg war Recklinghausen, wo sie bis 1992 tätig war. Dann bewarb sie sich in Albachten und bekam die Stelle der Schulleiterin, die sie 27 Jahre inne hatte.

In diesen Jahren entwickelte sie eine große Routine in Sachen Schulleitung, sagte die Schulamtsdirektorin der Stadt Münster, Alice Lennartz, in ihrer Rede und bescheinigte ihr: „Ihr Wort hat Bestand.“

Ulrike Strüwe-Beumer dankte in ihrer Antwortrede allen Mitarbeitern und sagte: „Unsere Schule ist ein Teil des Ganzen in einem sehr lebendigen Stadtteil.“ Dann legte sie ihre pädagogischen Leitsätze dar, gemäß denen das Kind zur Persönlichkeit ermutigt werden solle, um auf einen guten Weg zu kommen. Zum Schluss enthüllte sie ein Bild von Friedensreich Hundertwasser mit dem beziehungsreichen Titel „Der große Weg“ und schenkte es der Schule zur Erinnerung.

Der Schulpflegschaftsvorsitzende Matthias Hartwig verglich die Schulleiterin mit einer Gärtnerin, die einen Garten mit jungen Bäumen hegt und pflegt.

Das Betreuungsteam der Schule machte ein Spiel mit der Schulleiterin und ließ sie einen Spruch raten, der am Ende von den Mitarbeitern hochgehalten wurde: „Guet goahn Strüwi“ stand da zu lesen, was auch als Motto der Veranstaltung angesehen werden konnte.

Zwischen den Reden gab es musikalische Darbietungen der Schüler und Schülerinnen der Musikschule Albachten, die in guter Nachbarschaft in den Räumen der Ludgerusschule arbeitet, wofür sich ihr Leiter, Manfred Rössmann, herzlich bedankte. Solosängerin des Abends war die ehemalige Schülerin Arani Devananthan, die mit zwei Liedern auf Französisch die Besucher begeisterte. Sie ist Gewinnerin des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ in der Wertung „Pop-Gesang“, hat gerade ihr Abitur bestanden und steht am Anfang ihres beruflichen Weges.

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