Zukunftsprojekt fürs aufstrebende Albachten
Neubau auf Concordia-Parkplatz

Münster-Albachten -

Geht es nach den Vorstellungen eines engagierten örtlichen Arbeitskreises, dann soll Albachten in einigen Jahren ein Multifunktionshaus bekommen, das ein zweites Jugendheim, eine Schulmensa und ein „Bürgerhaus“ beherbergt.

Freitag, 19.07.2019, 19:00 Uhr
Auf dem Parkplatz am Concordia-Sportgelände soll das Multifunktionshaus angesiedelt werden. Es soll eine Mensa, ein Jugendheim und ein Bildungshaus beherbergen.
Auf dem Parkplatz am Concordia-Sportgelände soll das Multifunktionshaus angesiedelt werden. Es soll eine Mensa, ein Jugendheim und ein Bildungshaus beherbergen. Foto: Google

„Die Leute sollen hier in Albachten vernünftig leben können“, unterstreicht Manfred Rösmann mit Blick auf die Tatsache, dass der münsterische Ortsteil bedingt durch geplante Neubaugebiete beträchtlich wachsen wird. Aus den derzeit rund 6700 dürften mittelfristig schon bald an die 10 000 Albachtener werden. Das wird laut Rösmann die Schaffung neuer Infrastruktur unabdingbar machen. Und so hat sich ein überparteilicher Albachtener Initiativkreis mit städtischer Unterstützung dem Projekt verschrieben, dem aufstrebenden Ort ein „Bildungshaus“, ein zweites Jugendheim und eine Schulmensa zu verschaffen.

Bei einem Gespräch mit unserer Zeitung stellten die Kreismitglieder Holger Wigger , Ferdinand Lenfers, Nicola Gleditsch, Klaus Tantow und Rösmann das Zukunftsprojekt vor. Es wurde von Rösmann und Wigger bereits im März 2017 angestoßen und seitdem kontinuierlich vorangetrieben und geplant. Mittlerweile sind viele Mitstreiter im Boot. Zudem hat es diverse Gespräche mit Vertretern von Stadt und Verwaltung – darunter auch Oberbürgermeister Markus Lewe und Stadtdirektor Thomas Paal – gegeben.

Dem Initiativkreis schwebt der Bau eines Multifunktionshauses vor. Dieses soll auf dem jetzigen Parkplatz des SV Concordia angesiedelt werden und eine Nutzfläche von knapp 1000 Quadratmetern haben. Im avisierten Neubaukomplex, der sich harmonisch in die Nachbarumgebung einfügen soll, sollen ein zweites Albachtener Jugendheim (150 Quadratmeter), eine Mensa mit Küche und Lagerflächen (163 / 67 Quadratmeter) für die Ludgerusschule sowie ein „Bildungshaus“ (595 Quadratmeter) angesiedelt werden.

Im „Bildungshaus“ sollen Räume entstehen, die nicht in Konkurrenz zum „Haus der Begegnung“ stehen, sondern nach Angaben des Initiativkreises eine „dringend notwendige Ergänzung“ zu dessen Angeboten darstellen. Das „Haus der Begegnung“ sei schon jetzt vollständig ausgebucht, eine zusätzliche Nutzung nicht mehr möglich, heißt es. Den derzeitigen Überlegungen zufolge soll das „Bildungshaus“ Räume für Veranstaltungen von zehn bis 150 Personen bieten. Es soll ein Albachten-Archiv beheimaten sowie unter anderem der Musikschule, der Volkshochschule, der Caritas, Musik-Kultur Albachten und örtlichen Vereinen Platz für deren Aktivitäten bieten. Auch ein gastronomisches Angebot ist erwünscht.

Mit dem SV Concordia habe es bereits konstruktive Gespräche gegeben, sagt Holger Wigger. Seitens des Vereins gebe es eine „grundsätzlich positive Stellungnahme“ zum Projekt. Man wolle Synergie-Effekte nutzen. Auch bei Stadt und Verwaltung sei das Vorhaben mit Interesse und Wohlwollen aufgenommen worden. Verwaltungsintern werde bereits geprüft, ob das Projekt am vorgesehenen Standort realisiert werden könne.

Darüber, mit welchen Kosten die mögliche Verwirklichung des Vorhabens einhergehen wird, halten sich die Initiativkreis-Mitglieder bedeckt. Es gebe noch keine Kostenschätzung. Zumal auch das Umfeld des Multifunktionskomplexes eine ansprechende Umgestaltung nötig haben wird. Holger Wigger verweist auf das Dorferneuerungsprogramm NRW, von dem man Fördermittel erwartet: „Wir hoffen, dass ein guter Teil darüber finanziert werden kann.“

Aus Sicht des Initiativkreises darf es in den nächsten Jahren nicht nur darum gehen, in Albachten dringend benötigten neuen Wohnraum zu schaffen. Vielmehr müsse es auch darum gehen, „den Stadtteil gleichzeitig als Kulturraum erlebbar zu machen und als einen Ort zu stärken, in dem man gerne lebt“. Wer in Kultur investiere, der gestalte die Zukunft und schaffe dadurch Gemeinwesen, mit dem sich die Menschen im Ort identifizieren könnten. Das sei Ziel und Sinn aller Projekt-Überlegungen.  

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