Geplantes Baugebiet „Freie Flur / Lindenallee“
Zufahrt und Zahl der Stellplätze bereiten Sorgen

Münster-Albachten -

Läuft alles nach Plan, dann soll im Nordwesten von Albachten ein kleines Neubaugebiet entstehen. Bei einem Infoabend gaben Vertreter der Stadt Münster Einblick in das Vorhaben.

Freitag, 20.09.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 22.09.2019, 18:48 Uhr
Da der Computer streikte, blieb Jochen Völlmeke (l.) nichts Anderes übrig, als den Bürgern die Baupläne auf Papier vorzustellen.
Da der Computer streikte, blieb Jochen Völlmeke (l.) nichts Anderes übrig, als den Bürgern die Baupläne auf Papier vorzustellen. Foto: cro

Es herrschte großer Andrang im „ Haus der Begegnung “: Viele wollten wissen, was sich hinter dem Bebauungsplan 602 verbirgt. Denn eines war klar: Für die Albachtener war der Plan für das neue Baugebiet zwischen Freier Flur und Lindenallee mit vielen Fragen besetzt.

Eines der Hauptprobleme, das die Anwohner sehen, ist die geplante Zufahrt, die Jochen Völlmeke vom Stadtplanungsamt vorstellte. „Wie sollen denn die Autos der geplanten 33 Wohneinheiten zu ihren Wohnungen kommen“, so eine Besucherin. Denn die Freie Flur verengt sich am Ende, um eine Zufahrt zu den dort stehenden Garagen zu ermöglichen. „Wenn sich ein Auto und ein Fußgänger begegnen, muss einer wieder zurück“, so die Aussage. Auch Müllfahrzeuge seien nicht in der Lage, vernünftig um die Ecken zu kommen. „Gerade dann, wenn die Bäume an der Freien Flur erhalten werden sollen, wird es eng.“

Doch bevor Völlmeke zu den Antworten kommen konnte, stand er erst einmal vor großen Computerproblemen. So musste die geplante Präsentation ausfallen, was aber der Diskussion keinen Abbruch tat. „Dann machen wir das wie früher: Mit den Bauplänen auf Papier.“ Völlmeke versuchte auch, die Bedenken der Besucher zu entschärfen: „Wir sind noch ganz am Anfang des Planungsverfahrens, daher haben wir zu der Anhörung eingeladen, betonte der Projektleiter für das Vorhaben immer wieder. Man werde alle Einwände aufnehmen und in die Planung einbeziehen, lautete das Versprechen.

Auch die Parkplatzsituation wurde von vielen Besuchern angesprochen: „Es ist ein Stellplatz pro Wohneinheit geplant“, so der Projektleiter. Doch das stieß auf wenig Gegenliebe: „Schon jetzt wird es in der Ecke wahnsinnig eng, das klappt nie“, so das kritische Urteil. Denn man müsse davon ausgehen, dass viele Familien mindestens zwei Fahrzeuge hätten.

Völlmeke hatte drei Varianten dabei, nach denen das neue Baugebiet realisiert werden kann. „Noch ist nichts entschieden, auch später werden die Pläne noch einmal ausgelegt, und jeder kann sich informieren“, erklärte der Experte den weiteren Prozess. Außerdem würden alle beteiligten Ämter informiert und um Stellungnahmen gebeten. „Am Ende wird die Verwaltung entscheiden, welche der Varianten umgesetzt wird“, so der Projektleiter.

Viele der Interessierten hatten neben Sorgen auch Anregungen im Gepäck: „Wie sieht es mit altengerechten Wohnungen aus?“ Die Idee, Bürgersteige zu verbreitern und neu anzulegen, wurde ebenfalls ins Protokoll aufgenommen. Auch Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine betonte, dass die Anregungen in die Planung einfließen sollen. „Wenn alles gut läuft, ist bereits Ende 2020 der Bebauungsplan fertig“, prognostizierte Völlmeke.

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