90 Jahre „Gut Schlag“
Albachten feiert „Gut Schlag“

Münster-Albachten -

Albachten feierte den Spielmannszug „Gut Schlag“ mit einer Gala und einem zünftigen Oktoberfest. 90 Jahre gibt es den Spielmannszug. Das passt zu diesem musikalischen Stadtteil.

Sonntag, 20.10.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 21.10.2019, 17:50 Uhr

Wer hätte das vor 90 Jahren wohl gedacht, dass es 2019 mal so eine große Party für den Spielmannszug „Gut Schlag“ geben würde? Wirklich alle waren sie am Freitagabend da – aus Albachten und darüber hinaus, um den Musikern ihren Respekt zu zollen.

Neun Jahrzehnte musikalisches Engagement und Spielfreude, das musste gefeiert werden. Nicht zuletzt mit einem zünftigen Oktoberfest am Samstag.

50 Gruppen und Vereine waren am Freitag in das Festzelt zur Gala gekommen. 380 Gäste gab es insgesamt, darunter auch Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine. Er lobte: „Ich ziehe alle Hüte, die ich habe, vor dem, was Sie in den letzten 90 Jahren geleistet haben!“ Das Beste an der Musik seien nicht nur Noten, meinte Brinktrine und hob das Engagement des Spielmannszuges für den Stadtteil hervor, insbesondere auch in der Jugendarbeit. Das Jubiläum passe zum „musikalischsten Stadtteil“, wie Manfred Rösmann, der Vorsitzende des Vereins „Musikkultur Albachten“, befand.

Der Spielmannszug „Gut Schlag“ hatte da schon eine Kostprobe seines Könnens gegeben. Von allen Seiten kamen die Musiker, postierten sich auf der Bühne und spielten den eindringlichen 80er-Jahre-Klassiker „Maid of Orleans“ von OMD. Moderiert wurde der Abend von Ralf Ebbing, bekannt auch als erprobter Karneval-Conferencier bei den „Bösen Geistern“.

„Sie gehören auf die Bretter, die die Welt bedeuten“, meinte er über die „Kalinen“ aus Bösensell. Die Ü-30-Tanzgruppe zeigte eine bunte Mixtur aus Karnevals- und Showtanz, garniert mit einigen akrobatischen Formationen, die zu ersten „Zugabe“-Rufen führten, welche die „Kalinen“ selbstverständlich erfüllten.

Weitere Höhepunkte sollten folgen, auch humoristischer Art, wie etwa der Auftritt von Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp. Später am Abend trat die Albachtener A-cappella-Gruppe „Genauso“ auf, und Mitglieder des Spielmannszuges präsentierten eine Trommel-Show im Neonlicht.

24 Stunden danach ging es im proppenvollen Festzelt wieder ordentlich zur Sache. Das Oktoberfest startete, und alle warteten auf den Fassanstich von St.-Hubertus-Schützenkönig Guido Drees. „Das habe ich noch nie gemacht“, sagte er. Er nahm den Hammer, versenkte den Zapfhahn, doch der Gerstensaft spritzte in alle Richtungen vorbei. Im zweiten Versuch mit drei Schlägen klappte alles wie am Schnürchen. Anschließend gab es Party-Musik mit der Band „Blind Date“ alias „Die Hopfenrocker“.

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