Neu-Albachtener kümmerte sich um vertrocknete Pflanzen
Heckenpflege mit Spende belohnt

MÜNSTER-ALBACHTEN -

Die Reste einer Hecke störten ihn. Da päppelte er die Pflanzen wieder auf – und wollte nicht mal belohnt werden.

Mittwoch, 20.11.2019, 05:30 Uhr aktualisiert: 20.11.2019, 18:22 Uhr
In Vertretung für den ehrenamtlichen Einsatz bei der Pflege einer Hainbuchenhecke durch Peter-Paul Larisch erhielt Dr. Gerhard Bonn (r.), zweiter Vorsitzender der Kommunalen Seniorenvertretung, von Eigentümer Stefan Völmeke aus Castrop-Rauxel die Zusage für eine 1000-Euro-Spende.
In Vertretung für den ehrenamtlichen Einsatz bei der Pflege einer Hainbuchenhecke durch Peter-Paul Larisch erhielt Dr. Gerhard Bonn (r.), zweiter Vorsitzender der Kommunalen Seniorenvertretung, von Eigentümer Stefan Völmeke aus Castrop-Rauxel die Zusage für eine 1000-Euro-Spende. Foto: ann

Ein gepflegter Vorgarten ist die Visitenkarte jedes ambitionierten Hobbygärtners. Übertragen auf einen größeren Maßstab könnte man sagen, dass gepflegte Grünflächen die Zierde eines Stadtteils und damit ebenfalls seine Visitenkarte sind. Der Albachtener Neubürger Peter-Paul Larisch ist unbedingt dieser Meinung.

Ihn störte eine vertrocknete Hecke im Grünstreifen vor den Netto-Areal an der Dülmener Straße, und er beschloss, selbst Hand anzulegen und zu gießen. Gleichzeitig wollte er aber auch Gleichgesinnte finden. Mit Dr. Gerhard Bonn, Vizevorsitzender der Kommunalen Seniorenvertretung, fand er einen Mitstreiter, der sich der Sache annahm, zumal er sich auch schon für eine Ebnung des Bürgersteigs in diesem Bereich eingesetzt hatte.

„Wir unterstützen jede Art ehrenamtlichen Engagements. Wir machen diesen Wunsch gern publik“, sagte Bonn. Er recherchierte aber auch, wer von Rechts wegen für die Pflege dieses Grünstreifens zuständig ist. Den Eigentümer Stefan Völmeke aus Castrop-Rauxel lud er zu einem Ortstermin ein. Völmeke hat eine Gartenbaufirma mit der Pflege beauftragt. „Aber der Sommer war einfach zu heiß und zu trocken, das haben nicht alle neuen Hainbuchen ausgehalten, und regelmäßiges Gießen kann die Firma nicht leisten“, erklärte Völmeke.

Gewässert

Das Grünflächenamt der Stadt schreibe vor, wie die Bepflanzung des Grünstreifens auszusehen habe. Wie aber in heißen Sommern die jungen Pflanzen gewässert werden können, bliebe offen. Gut, dass es aufmerksame und engagierte Bürger gibt, findet auch Völmeke. So wollte er gern den Einsatz von Peter-Paul Larisch mit 1000 Euro honorieren, aber der lehnte mit den Worten ab: „Geld brauche ich nicht. Es gibt Menschen, die das nötiger haben.“ Da konnte der Seniorenvertreter helfen. „Wir werden eine Organisation in Albachten finden, die das Geld fürs Allgemeinwohl bestens verwenden wird. Auf alle Fälle wird die Gabe Albachtenern zugute kommen“, so Bonn.

Das Gießwasser für die Hecke kommt übrigens vom Supermarkt – als Spende. „Schließlich ist der Grünstreifen vor der Parkfläche auch ein bisschen unsere Visitenkarte“, sagte Netto-Marktleiter Stefan Berendes.

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