„Lach män lück Albachten“ bereitet neues Stück vor
„Trudes Bude“ ist in Gefahr

MÜNSTER-ALBACHTEN -

Wie stoppt man einen Immobilienhai? In Albachten gibt dafür bald witzige Tipps – auf Platt.

Freitag, 29.11.2019, 05:30 Uhr aktualisiert: 01.12.2019, 18:44 Uhr
Die plattdeutsche Spielgemeinschaft „Lach män lück Albachten“ probt für ihr neues Stück „Trudes Bude“. Premiere ist am 4. Januar (Samstag).
Die plattdeutsche Spielgemeinschaft „Lach män lück Albachten“ probt für ihr neues Stück „Trudes Bude“. Premiere ist am 4. Januar (Samstag). Foto: sn

Eins ist klar: „Bi Trude giff ´t alls to kaupen“. Einfach alles ist erhältlich in „Trudes Bude“. Und genauso heißt auch das neue Theaterstück der plattdeutschen Spielgemeinschaft „Lach män lück Albachten“. Der Kiosk der alten Dame, um den es in drei Akten geht, ist der Mittelpunkt im Dorf. Doch vielleicht nicht mehr lange. Ein Immobilienhai will das Grundstück kaufen. Das Ende für „Trudes Bude“?

„Wir proben seit September“, sagt Dietmar Rölver , der Vorsitzende der plattdeutschen Spielgemeinschaft, die schon seit 1978 jedes Jahr ein turbulentes Stück auf die Bühne bringt. In der jetzigen Endphase der Produktion werde sogar dreimal in der Woche diese Komödie eingeübt. Bewährte Schauspieler sind mit dabei, aber auch junge Darsteller, so wie die 17-jährige Viktoria Rauße, die zum ersten Mal auf der Albachtener Bühne steht.

Nachwuchsprobleme gibt es bei der plattdeutschen Spielgemeinschaft nicht. Die Stimmung sei eben gut, sagt Rölver. Und auch im Publikum säßen viele junge Leute, etwa von der Landjugend, die mitunter Lust bekämen, selbst einmal mitzuspielen. Es lohnt sich dabei zu sein: „Es gibt einen tollen Zusammenhalt.“

Nachwuchs

Die älteren Schauspieler haben oft selbst in ihrer Kindheit auch oder sogar ausschließlich Platt gesprochen. Aber selbst beim Nachwuchs ist Platt kein sprachliches Neuland. Rölver: „Da gibt es ein Grundgerüst, viele haben mit ihrer Oma oder ihrem Opa Platt gesprochen.“

Die Spielleitung hat wieder Maria Wienecke inne. Sie hat die Komödie von Bernd Kietzke in das Münsterländer Platt übertragen. Eins versprechen alle Mitglieder der Spielgemeinschaft: Es wird viel zu lachen geben. „Jung, alt, reich, arm, schlau, doof, alles gibt es in dem Stück“, sagt Dietmar Rölver. Und mittendrin ist immer wieder Trude, gespielt von Margret Winkelhaus: „Ich bin die gute Seele im Dorf.“ Und ihr Kiosk ist das Herz im Viertel. Deswegen können die Bewohner auch gar nicht verstehen, warum ein „Immobilienheini“ alles „affrieten“ (abreißen) will. Sie überlegen sich so einiges, damit es dazu nicht kommt. Was, das verraten die Aktiven der plattdeutschen Spielgemeinschaft noch nicht.

Wohltätige Zwecke

Nur soviel: „Es gibt ein Happy End“, sagt Dietmar Rölver. Denn: „Plattdeutsche Stücke haben immer ein Happy End.“ Übrigens: Der Erlös ihrer Aufführungen ermöglicht Spenden der Spielgemeinschaft für wohltätige Zwecke. In diesen Tagen konnte sie 500 Euro der Neuropädiatrie der Uniklinik Münster zukommen lassen. Weitere 500 Euro gingen an den Förderverein der Ludgerusschule.

Die Spieltage für das neue Stück stehen schon fest: Am 4. Januar (Samstag) ist Premiere um 19. 30 Uhr, am Tag darauf gibt es um 17 Uhr eine Vorstellung. Am 11. Januar (Samstag) und am 12. Januar (Sonntag) finden die Aufführungen ebenfalls um 17 Uhr statt. Schließlich tritt die Plattdeutsche Spielgemeinschaft noch am 17. Januar (Freitag) und am 18. Januar (Samstag) um 19.30 Uhr auf. Spielort ist jeweils das „Haus der Begegnung“.

Kartenverkauf

Der Kartenvorverkauf beginnt am Samstag (30. November) in der Drogerie Jentschura, Dülmener Straße 33. Wer Karten telefonisch vorbestellen möchte, kann dies bei Helmut Müsker tun: ✆ 0 25 36/10 95.

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