Bahnhof Albachten
Protest gegen neuen Fahrplan

Münster-Albachten -

Der SPD-Ortsverein will mit dem Winterfahrplan einhergehende Ausdünnung des Zugangebots am örtlichen Schienenhaltepunkt nicht hinnehmen. Er hat deshalb eine Unterschriftenaktion gestartet.

Donnerstag, 12.12.2019, 19:00 Uhr
Protestaktion: Auf dem Bahnsteig des Albachtener Schienenhaltepunkts haben Aktive des SPD-Ortsvereins (v.l.) um Holger Wigger, Manfred Rösmann und Ulrike Czerny-Domnick am Donnerstag erste Unterschriften gegen die Fahrplanausdünnung gesammelt.
Protestaktion: Auf dem Bahnsteig des Albachtener Schienenhaltepunkts haben Aktive des SPD-Ortsvereins (v.l.) um Holger Wigger, Manfred Rösmann und Ulrike Czerny-Domnick am Donnerstag erste Unterschriften gegen die Fahrplanausdünnung gesammelt.

Der Winterfahrplan der Bahn, der den Albachtenern – wie berichtet – ab Sonntag (15. Dezember) an ihrem Schienenhaltepunkt eine drastische Reduzierung der halbstündigen Zugstopps beschert, erhitzt die Gemüter: Es hagelt Kritik von allen Seiten. Die Albachtener SPD will die Änderungen auf keinen Fall hinnehmen und hat deshalb prompt Initiative ergriffen.

„Wir wollen da nicht lockerlassen und werden eine Unterschriftenaktion starten“, unterstreicht Ortsvereins-Chefin Ulrike Czerny-Domnick . Dass Albachtener aufgrund des zusammengestrichenen Bahnangebots wieder aufs Auto umsteigen müssten, das wollten die Sozialdemokraten nicht. Es gelte, Widerstand gegen die Fahrplanausdünnung zu leisten.

Der SPD-Ortsverein hat bereits zeitnah eine Aktion gestartet und am Donnerstagmorgen am heimischen Bahnhof Protest-Unterschriften gesammelt. Am heutigen Freitag geht es weiter: Ab 16 Uhr können sich alle Interessierten vor dem Edeka-Markt an der Dülmener Straße in die Liste gegen die Aufgabe des Halbstundentakts eintragen. Auch am morgigen Samstag werden die Sozialdemokraten dort um schriftliche Unterstützung durch die Albachtener Bürgerschaft bitten.

In einer Mitteilung zur Unterschriftenaktion hebt Ulrike Czerny-Domnick deutlich hervor, dass der SPD-Ortsverein die Aufgabe des Halbstundentakts „entschieden ablehnt“. Dem Winterfahrplan zufolge entfalle unter anderem der Zug um 6.55 Uhr, der zahlreiche Schüler und Pendler transportiere. Und in den Abendstunden fahre ab Münster kein Zug mehr zwischen 20.36 Uhr und 22.12 Uhr nach Albachten. Das sei ein Zeitraum von mehr als 1,5 Stunden.

In Richtung Recklinghausen hielten in Albachten statt 38 Zügen demnächst nur noch 27 Züge – ein Minus von 29 Prozent. In Fahrtrichtung Münster seien es nur noch 31 statt 35 Züge (minus elf Prozent). Das sei ärgerlich, denn für den Erhalt des Bahnhofs, der seinerzeit sogar geschlossen werden sollte, habe sich in den 1980er-Jahren eine breite Front gebildet, um ihn mit Erfolg vor der geplanten Schließung retten zu können. In den Folgejahren sei der Zugtakt stetig verbessert worden, bis durch den HKX-Fernzug schließlich die erste Verschlechterung eintrat.

„Der Schienenhaltepunkt selbst und sein Umfeld wurden durch zahlreiche Initiativen der Albachtener SPD-Politiker Manfred Rösmann und des ehemaligen Bürgermeisters Holger Wigger deutlich aufgewertet“, erläutert Ulrike Czerny-Domnick. Eine Mobilstation sei entstanden. Zuletzt sei noch die neue Buslinie N 20 an den Bahnhof Albachten angeschlossen worden. Durch die Vernetzung von Schiene, Buslinien 15 und N 20, Leezenbox und neuen Pkw-Parkplätzen sei ein wichtiger Mobilitätspunkt geschaffen worden. Doch nun drohe der Part „Schiene“ wegzubrechen.

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