Bahnhof Albachten
Grüne fordern Priorität für den Schienen-Regionalverkehr

Münster-Albachten -

Die Veränderungen im Winterfahrplan der Bahnlinien RE 2 und RE 42 und damit einhergehend die Veränderung des Takts für dn Bahnhaltepunkt Albachten soren weiter für kontroverse Diskussionen. Nun schalten sich auch die Grünen ein.

Sonntag, 29.12.2019, 17:10 Uhr
Geht es nach den Grünen, dann sollen möglichst bald wieder alle halbe Stunde Nahverkehrszüge in Albachten halten.
Geht es nach den Grünen, dann sollen möglichst bald wieder alle halbe Stunde Nahverkehrszüge in Albachten halten. Foto: pesa

„Dass in Albachten nicht mehr so oft gehalten wird, liegt hauptsächlich an der Priorität des Fernverkehrs auf den Strecken der Deutschen Bahn AG.“ Mit diesen Worten kommentiert Gerhard Joksch , GAL-Ratsherr und Vorsitzender der Grünen-Fraktion im „Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Münsterland“ (ZVM), in einer Pressemitteilung die Veränderungen im Winterfahrplan der Bahnlinien RE 2 und RE 42.

„Die für den Nahverkehr zuständigen Zweckverbände ZVM und Nahverkehr Westfalen-Lippe haben sich redlich bemüht, den bisherigen Halbstunden-Takt auf der Strecke von Münster nach Recklinghausen zu halten. Das ging nur deshalb nicht, weil die DB AG für den Fernverkehr mit ICE und IC und Flixtrain Vorrang verlangen“, erläutert Joksch die Situation. Für ihn und die Grünen im ZVM sei die Ausdünnung des Fahrplans für Albachten nur ein Beispiel für die einseitige Trassenvergabe der DB AG: „Im Nahverkehr fahren in Deutschland zehnmal so viel Menschen wie im Fernverkehr, trotzdem müssen Nahverkehrszüge dem Fernverkehr immer den Vortritt lassen“, kritisiert Joksch.

„Solange wir keine Nahverkehrslinien mit eigenen Gleisen haben, wie zum Beispiel die S-Bahn in Rhein-Ruhr, muss der Nahverkehr größere Priorität bekommen“, meint der Grünen-Ratsherr und nennt auch gleich den Adressaten dieser Forderung. „Die Trassenbelegung ist Sache der DAB AG, und die hat natürlich die Fernverkehrszüge im Auge.“ Jockschs Forderung an die Verkehrspolitik des Bundes lautet deshalb: „Priorität für Regionalexpress und Regionalbahn-Züge, damit auch in Albachten wieder alle halbe Stunde ein Zug hält.“

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