Sternsinger-Aktion in Münsters Westen
Segens- und Friedensbringer

Münster-West -

Auch in Roxel, Albachten und Mecklenbeck waren die Sternsinger am ersten Januar-Wochenende 2020 im Einsatz. Sie überbrachten Segenwünsche und sammelten Spenden für Hilfsprojekte.

Sonntag, 05.01.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 17:46 Uhr
Vor der St.-Anna-Kirche stellten sich die Mecklenbecker Sternsinger vor dem Gang in ihre jeweiligen Bezirke zum Aussendungsfoto auf.
Vor der St.-Anna-Kirche stellten sich die Mecklenbecker Sternsinger vor dem Gang in ihre jeweiligen Bezirke zum Aussendungsfoto auf. Foto: sn

Lange hatten die Kinder in Mecklenbeck dem Tag entgegengefiebert. Am Samstag wurden die Sternsinger ausgesendet. 46 Jungen und Mädchen hatten sich für die ökumenische Aktion gemeldet. „Ihr wandelt auf den Spuren der Heiligen drei Könige!“, meinte Friederike Barth , Pfarrerin der evangelischen Johannes-Gemeinde.

Wenige Minuten vor dem Aussendegottesdienst in der St.-Anna-Kirche gab es das offizielle Ankleiden. Das große Helferteam, bestehend aus Ehrenamtlichen beider Gemeinden, hatte schon die bunten Gewänder parat. „Ihr seid nicht nur Segensbringer, sondern auch Friedensbringer“, meinte Pastoralassistentin Magdalena Trifunovic .

Der Erlös der Sternsingeraktion in Mecklenbeck kommt zwei Projekten zugute. Zum einen dem Kinderheim „Casa Hogar“ in Valencia (Venezuela) und zum anderen der Hilfsorganisation Avicres, die Kinder aus bedürftigen Familien nahe  der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro betreut. Den Abschluss der Aktion bildet der Gottesdienst am Dreikönigstag (6. Januar) um 18 Uhr in der St.-Anna-Kirche.

Königliche Hoheiten gab es auch in Roxel in großer Zahl. Sie trugen Sterne an langen Stäben – es waren die Sternsinger, die am Wochenende singend von Haus zu Haus zogen. Sie teilten Segenswünsche aus und sammelten zugleich für das Sternsingerprojekt „In Frieden aufwachsen im Libanon“. Es ist besonders den dortigen Kindern gewidmet, von denen viele, die mit ihren Familien aus dem Nachbarland Syrien geflohen sind, erst im libanesischen Flüchtlingslager ein friedliches Miteinander erleben. „Deshalb ist diese Aktion nicht nur ökumenisch, sondern, wenn man an die Empfänger denkt, auch religionsübergreifend“, betonte Manuela Eble, die zusammen mit Alexa Brintrup-Feldhaus, Gabi Bahne-Kress, Marlies Kogge und Ludger Giebel den Sternsingerzug in Roxel organisiert hatte.

Knapp 100 Kinder – deutlich mehr als im vergangenen Jahr – waren diesmal dabei, es gab sogar vier Gruppen mit erwachsenen Königinnen und Königen. Pfarrer Dr. Timo Weissenberg hielt den kurzen Aussendungsgottesdienst und versprach den Kindern, dass sie mit ihrem Segen „Augen zum Leuchten“ bringen würden.

Auch in Albachten in St. Ludgerus zeigte sich eine ungewohnte Pracht. Es funkelte, glänzte und schimmerte auf Gewändern, Turbanen und Kronen. Ein Banner mit der Aufschrift „Achtung Sternsinger“ wehte – unübersehbar auch für Autofahrer – vor der Kirche. Zunächst hatte Renate Thiedig in bewährter Weise im Pfarrheim letzte Instruktionen gegeben und jede Gruppe mit dem Stern ausgestattet. In der Kirche stimmte Pastoralreferentin Anne Bußmann die Sternsinger dann mit Liedern und einer kurzen Andacht ein. Insgesamt waren rund 70 Kinder (es gab auch eine Erwachsenengruppe) organisiert von Ruth Epping, Karin Wortmann sowie Petra und Frank Helmich in Albachten unterwegs. Teilweise wurden die Sternsinger auch mit dem Auto gefahren, denn die Wege in den Bauerschaften sind weit.

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