Feuerwehr-Löschzug Albachten
Unfallopfer danken Albachtener Lebensrettern

Münster-Albachten -

Lob und Dank wurde den Mannen der Albachtener Feuerwehr bei der Generalversammlung 2020 zuteil: Bei einem Unfall war der Löschzug binnen weniger Minuten vor Ort und konnte dringend notwendige Hilfe leisten.

Sonntag, 05.01.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 17:46 Uhr
Gudrun und John McArthur (2.u.4.v.l.) bedankten sich bei Löschzugführer Benedikt Holtmann (l.) und seinem Stellvertreter Thorsten Weilke für die schnelle Unfallhilfe.
Gudrun und John McArthur (2.u.4.v.l.) bedankten sich bei Löschzugführer Benedikt Holtmann (l.) und seinem Stellvertreter Thorsten Weilke für die schnelle Unfallhilfe.

„Ich möchte mich bei Ihnen bedanken!“, sagte Gudrun McArthur sichtlich bewegt. Sie war mit ihrem Mann John eigens zur Generalversammlung des Löschzugs Albachten gekommen, um ihren Lebensrettern diese Worte zu überbringen: Es war keine zwei Wochen vor Weihnachten, als das Auto des Ehepaares auf der Dülmener Straße in Richtung Bösensell mit einem anderen Fahrzeug frontal zusammenstieß. 40 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, die beiden mussten aus dem Wagen geschnitten werden.

„Der liebe Gott wollte sie noch nicht haben“, meinte Brandinspektor Thorsten Weilke , der stellvertretende Löschzugführer. Es sei gut, dass es Menschen gebe, die ehrenamtlich Mitbürger aus Gefahrensituationen retteten, freute sich Gudrun McArthur, auf Krücken stehend. Ein zweites Leben ist dem Ehepaar geschenkt worden, und ihre Worte bewegten auch die Feuerwehrleute. „Es ist selten, dass hinterher jemand kommt, um sich zu bedanken“, sagte Löchzugführer Benedikt Holtmann. „Das habe ich in 30 Jahren noch nicht erlebt“, ergänzte Weilke.

Das Ereignis hat aber auch noch eine andere Komponente. In fünf Minuten sei der Löschzug vor Ort gewesen, so Holtmann. Wenn der neu angedachte Standort der Freiwilligen Feuerwehr in Albachten-Ost realisiert würde, dann wären es beim selben Szenario eineinhalb Minuten mehr, glaubt Weilke. Bei einem Notfall zählen manchmal sogar Sekunden.

Deshalb wünscht sich der Löschzug weiterhin ein neues Feuerwehrgerätehaus, das zentrumsnah liegt. Im Gespräch ist bekanntlich die Fläche des alten Friedhofs, was im Stadtteil allerdings nicht unumstritten ist. In einer Mitteilung des Löschzugs heißt es nun, dass eine Entscheidungsfindung „im sachlichen und würdevollen Rahmen“ stattfinden solle.

Zudem wird eine „Kompromisslösung“ ins Spiel gebracht: Auf dem alten Friedhof solle auch bei einem Neubau „ein Ort des Gedenkens und der Trauer erhalten“ bleiben. Ein solcher „Pietätsraum“ werde möglich, weil die Stadt auch das östlich angrenzende Grundstück erwerben könne. Große Teile des alten Friedhofs könnten so erhalten bleiben.

Das betreffe auch die Kriegs- und die Priestergräber, so Feuerwehr-Vize Weilke. „Es geht nicht um unsere, sondern um Ihre Zukunft“, betont der Löschzug in einer Mitteilung an die Albachtener Mitbürger. „Nur der beste Standort ist auch der richtige“.

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