Plattdeutsche Spielgemeinschaft Albachten
Reichlich Wirbel um Trudes Bude

Münster-Albachten -

Die Albachtener Mundart-Schauspieler haben wieder zugeschlagen: Im „Haus der Begegnung“ bringt die Spielgemeinschaft eine turbulente Komödie auf die Bühne, die so manchen Lacher beschert.

Montag, 06.01.2020, 18:00 Uhr
Die Menschen in Albachten können es nicht verstehen: Ihr beliebter Treffpunkt „Trudes Bude“ soll abgerissen werden. Das wollen viele einfach nicht hinnehmen und deshalb das Immobilienprojekt verhindern.
Die Menschen in Albachten können es nicht verstehen: Ihr beliebter Treffpunkt „Trudes Bude“ soll abgerissen werden. Das wollen viele einfach nicht hinnehmen und deshalb das Immobilienprojekt verhindern. Foto: sn

„Jetzt kommt das Herzklopfen“, meinte Dietmar Rölver , Vorsitzender der Plattdeutschen Spielgemeinschaft „Lach män Lück Albachten“. Für die war das jüngste Wochenende ein ganz besonderes: Die Premiere des neuen Stücks „Trudes Bude“ stand an. Die Zuschauer im „ Haus der Begegnung “ konnten sich über eine turbulente Komödie mit vielen Pointen und aktuellem Bezug freuen.

Für die 17-jährige Viktoria Rauße war es noch aus einem anderen Grund ein ganz einzigartiger Abend. Sie spielte zum ersten Mal bei einer Vorstellung der plattdeutschen Spielgemeinschaft mit. Sie verkörpert Nele Krämer , die Nichte der Hauptfigur „Trude“. „Es ist aufregend, vor Publikum zu spielen“, sagt Rauße. Plattdeutsch, das habe sie vor den Proben „ein bisschen“ gekonnt: „Ein paar Standardsätze.“ Dann kamen die Proben, und dank des Texte-Lernens kann sie nun das Plattdeutsche fließend.

Die Komödie von Bernd Kietzke, die Spielleiterin Maria Wienecke gekonnt ins münsterländische Platt übersetzt hatte, spiele in der heutigen Zeit, so Rölver. Sie sei angesichts des Immobilienbooms aktuell. „Buden“ würden abgerissen und in exklusiven Wohnraum verwandelt. Und genau das hat im Stück Arnold Macher vor, gespielt von Heinz Josef Winkelsett.

Ausgerechnet „Trudes Bude“ trifft es, den Treffpunkt der Albachtener, wo es stets viel Gesprächsstoff und immer allerlei Neuigkeiten gibt. Kein Wunder, dass das weder Trude selbst (Margret Winkelhaus) noch ihre „Fans“ hinnehmen wollen. Erbin Erna Willmer (Sarah Buddendieck) hofft zwar durch den Verkauf auf viel Gewinn und auf ein weiteres Leben in Marbella, doch die „Trudianer“ wollen viel lieber ihr kleines Stück Albachten behalten und setzen alles daran, das Immobiliengeschäft gründlich zu verderben.

Herzhafte Lacher gab es in den drei Akten, und natürlich war auch ein „Happy End“ ausgemachte Sache. Das Originalstück sei bei den Proben unverändert geblieben, sagte Dietmar Rölver. Und so blieb auch die positive Wendung drin.

Der Probeneifer aller Beteiligten der Plattdeutschen Spielgemeinschaft „Lach män Lück Albachten“ hat sich zweifelsohne gelohnt. Das neue Stück kommt beim Publikum bestens an. Lampenfieber dürfte es vermutlich jedoch noch einige Male geben, denn mit den Aufführungen von „Trudes Bude“ ist es noch nicht zu Ende. Es stehen weitere Vorstellungen im „Haus der Begegnung“ an: Nämlich am Samstag und Sonntag (11./12. Januar) jeweils um 17 Uhr. Darüber hinaus führt die Laienspielschar noch am 17. Januar (Freitag) und am 18. Januar (Samstag) um jeweils 19.30 Uhr die turbulente Komödie auf.

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